05.03.2019 - 09:56 Uhr
StullnOberpfalz

Stullner Feuerwehr "gut aufgestellt"

Der Gemeinderat beschäftigt sich mit dem Feuerwehrbedarfsplan, den ein externes Büro angefertigt hat. Handlungsbedarf besteht bei einigen Punkten.

Die Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplanes der Gemeinde Stulln 2019 auf ein starkes Interesse. Unter den Zuhörern befinden sich (vorne von links) 1. Kommandant Michael Altrichter, Stellvertreter Christoph Bierner und Ehrenkommandant Alois Luber sowie weitere Aktive.
von Herbert RohrwildProfil

In der Februarsitzung 2018 beschloss der Gemeinderat Stulln, einen Feuerwehrbedarfsplan an ein externes Büro in Auftrag zu geben. Das Ingenieurbüro Diem aus Lappersdorf stellte nun dem Gremium das Ergebnis vor und erläuterte Verbesserungsmöglichkeiten.

Bürgermeister Hans Prechtl freute sich als Sitzungsleiter über die zahlreichen Zuhörer - unter ihnen Feuerwehr-Kommandant Michael Altrichter und dessen Stellvertreter Christoph Bierner sowie Ehrenkommandant Alois Luber - und erklärte: "Gerade im Hinblick auf die beiden Störfallbetriebe im Gemeindegebiet ist ein Feuerwehrbedarfsplan sinnvoll."

Alexander Diem habe im September den Ablauf zur Erstellung des Planes erläutert und bei einem Ortstermin im Oktober wurden die Gegebenheiten erfasst und analysiert. Der neue Feuerwehrbedarfsplan werde nun dem Gemeinderat vorgestellt, der dazu Stellung nehmen könne.

Einleitend bedankte sich Alexander Diem für die sehr konstruktiven Gespräche im Vorfeld und das Entgegenkommen und gab einen Überblick über die Agenda. Ziel des Feuerwehrbedarfsplans sei die objektive Feststellung, wie die gemeindlichen Wehren in Gegenüberstellung der örtlichen Gefahren technisch und personell ausgestattet werden müssen - und ob die Hilfsfrist von zehn Minuten zu allen Gemeindeteilen eingehalten werden kann.

Die detaillierte Gefahrenanalyse nahm einen breiten Raum ein. Aus der Auswertung der Risikoanalyse der Einsätze von 2014 bis 2017 ergibt sich eine 70 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich die Einsätze tagsüber ereignen. Die Feuerwehr umfasst 56 Aktive, davon sind während der Arbeit 30 Personen tagesalarmsicher. Die Feuerwehr Stulln ist mit einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20), einem Mehrzweckfahrzeug und einem Mehrzweckanhänger ausgestattet. Im Hinblick auf die Gefahrensituationen im Gemeindegebiet werden die Bedingungen erfüllt, hieß es.

Zur Einhaltung der Hilfsfrist von zehn Minuten werden bezüglich der Ortsteile Brensdorf und Freiung mit den Nachbarwehren Wölsendorf und Schmidgaden Gespräche aufgenommen, merkte der Bürgermeister an. Hinsichtlich der beengten Umkleidesituation im Gerätehaus gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Auch die Beladung des Mehrzweckanhängers sei wegen der teilweise losen Verstauung zu überdenken. In der Zukunft sei eine Lösung durch die Anschaffung eines neuen Hängers mit Regelsystem zu finden. "Insgesamt ist die Wehr gut aufgestellt", so das Fazit des Bürgermeisters. Der Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Stulln wurde zur Kenntnis genommen. Der resultierende Handlungsbedarf findet bei weiteren Entscheidungen zur Ausstattung Berücksichtigung, lautete der einstimmige Beschluss.

Alexander Diem des gleichnamigen Ingenieurbüros für innovatives Feuerwehrwesen
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.