13.06.2019 - 16:03 Uhr
StullnOberpfalz

Terminkette festgezurrt

Bald kann es losgehen: Im Genehmigungsverfahren für den Bebauungsplan „Stulln Ost, Am Brensdorfer Weg“ arbeitet sich der Gemeinderat Stück für Stück voran.

Landschaftsarchitekt Hans-Jürgen Tiefel von Renner + Hartmann Consult (links), Bürgermeister Hans Prechtl, VG-Geschäftsstellenleiterin Katrin Schwarz und der Geschäftsführer des Architektenbüros, Erwin Schall (rechts), bewerteten die Einwendungen und Anregungen der beteiligten Träger öffentlicher Belange. Der Gemeinderat fasste die entsprechenden Beschlüsse.
von Herbert RohrwildProfil
Noch ist das Feld bestellt. Die Baureife des Bebauungsplanes „Stulln Ost, Am Brensdorfer Weg“ rückt näher. Bürgermeister Hans Prechtl verwies auf die vorgesehene Terminkette 2019: Auftragsvergabe in der Sitzung am 17. September, Baubeginn Ende September, Fertigstellung Jahresende 2020. Ab September 2020 können die Bauherren beginnen.

Das Gremium wägte in der Sitzung die vorgebrachten Einwendungen der Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange sorgfältig ab und fasste einen wichtigen Beschluss. Zunächst stellte Bürgermeister Hans Prechtl die neu berufene, stellvertretende Geschäftsstellenleiterin der VG Schwarzenfeld, Lena Baumeister, vor. Sein Dank galt den Wahlhelfern zur Abwicklung der Europawahl und der Bevölkerung für die höchste Wahlbeteiligung im Landkreis Schwandorf.

Im Zuge der ausgelegten Fristen wurden 42 Behörden und Träger öffentlicher Belange schriftlich beteiligt, gab der Bürgermeister bekannt. Auch zwei Einwendungen von Bürgern sind eingegangen. 22 Fachstellen gaben keine Erklärungen ab und dies bedeutet: Zustimmung zum Vorhaben. 20 Beteiligte haben zum Verfahren Position bezogen. Sieben davon reagierten, ohne Einwände geltend zu machen.

Das beauftragte Planungsbüro Renner + Hartmann Consult fasste die weiteren eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und der Träger öffentlicher Belange in einer Übersicht zusammen. Mit Unterstützung einer Powerpointpräsentation erläuterte Landschaftsarchitekt Hans-Jürgen Tiefel detailliert die Einwendungen, Anregungen und nahm eine Bewertung vor. Das Ergebnis von 14 Beteiligten - darunter der Bayerische Bauernverband Schwandorf, das Landratsamt Schwandorf/Sachgebiet Immissionsschutz zuständig für die Fluorchemie Stulln und Nabu-Oberflächentechnik hinsichtlich der Störfallverordnung und das Wasserwirtschaftsamt Weiden - ist stets die gleiche Schlussfolgerung: "Mit der Planung besteht kein Konflikt."

Das geplante Baugebiet, so die Anwohner Thomas Zocher, Berta Obermeier und Margit Zocher, Waldweg 13, verursache eine Landschaftszerstörung im Sinne der Flächennutzung. Der Ort werde zersiedelt. Der Lebensraum der Tiere und Insekten erfahre eine Einschränkung.

In seinem Einwand spricht Anlieger Josef Schrott, Brensdorf, von einer Landschafts- und Umweltzerstörung. Stulln brauche dieses Baugebiet im Außenbereich nicht. Der auf dem acht Hektar umfassenden Areal regelmäßig angebaute Raps komme besonders den Bienen zugute. Schrott erhebt Widerspruch gegen das Verfahren insgesamt.

Die vorgebrachten Einwendungen werden im Zuge der Bauleitplanung und der gemeindlichen Abwägung ausreichend berücksichtigt. Die Belange von Orts- und Landschaftsbild müssen - soweit sie beeinträchtigt seien - hinter den Interessen zur Schaffung von Voraussetzungen für die Eigentumsbildung weiter Kreise der Bevölkerung zurücktreten, so der Tenor von Gemeinderat und Planer. Der Gemeinderat billigte die Endfassung des vom beauftragten Ingenieurbüro Renner + Hartmann/Amberg ausgearbeiteten, qualifizierten Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung für das Allgemeine Wohngebiet "Stulln Ost, Am Brensdorfer Weg" unter Auswertung und Einbeziehung der vorgebrachten Belange ohne Gegenstimme.

Abschließend verwies Bürgermeister Hans Prechtl auf folgende Terminkette: 2019 beziehungsweise 2020 Veröffentlichung der Ausschreibung im Staatsanzeiger (9. August), Anforderung der Ausschreibung (12. bis 16. August), Auftragsvergabe in der Sitzung an 17. September und Baubeginn Ende September. Baufertigstellung Ende 2020. Ab dem zweitem Halbjahr 2020 können die Eigentümer mit dem Bau beginnen.

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