"Wir denken, handeln und produzieren grün." Diese Philosophie war für die Firma Rogers die Triebfeder für eine E-Tankstelle auf dem Firmengelände. Ohne Stromtankstellen keine Elektromobilität, ohne Elektroauto ein Zukunftsmarkt weniger, urteilte Personalchefin Anette Enders bei der Eröffnung. "In vielen Elektroautos werden Produkte von Rogers verbaut", verriet das Mitglied der Geschäftsführung. Da sei es zielführend, auch die Fertigprodukte zu nutzen.
Deshalb stand am Donnerstag nicht nur die E-Ladestation bereit. Auch das neueste E-Fahrzeug von BMW mit dem Firmen-Logo von Rogers lud zu einer Testfahrt ein. Einige Wochen möchte das Unternehmen mit dem E-Mobil Erfahrungen sammeln, um auch die Praxistauglichkeit als Firmenfahrzeug zu testen.
Den BMW stellen die Lechwerke zur Verfügung. Die Augsburger sind Wegbereiter für eine funktionierende Lade-Infrastruktur in ganz Deutschland. "Gefördert vom Bundesverkehrsministerium wollen wir der Elektromobilität einen Schub verleihen", erklärte Claus Schmid bei der Übergabe der Tankstelle. Die Lechwerke gewährleisten auch die Versorgung der öffentlichen Tankstellen mit Strom aus regenerativen Quellen, also CO2-freier Energie, betonte er. Schmid erläuterte das Konzept des Stromanbieters für E-Ladestationen. Er zeigte sich optimistisch, mit einem flächendeckenden Netz an Stromtankstellen für jedermann auch die Nachfrage nach E-Autos zu steigern. "Jedenfalls fördern die Lechwerke die Elektromobilität nach Kräften", betonte der LEW-Manager. Die Ladestationen seien die logische Fortsetzung der Energiewende auf der Straße.
Entscheidend für den Erfolg sei eine komfortable Nutzung. Dazu gehöre auch ein möglichst schnelles Laden. Als Ladezeit nannte Schmid bei einer Akku-Aufladung von 22 Kilowatt circa eine Stunde: Die Station sei damit zehn Mal schneller als eine normale Haushaltssteckdose.
Ausgestattet ist die "Innogy-Tankstelle" der LEW mit zwei Ladestationen, die mit und ohne Vertrag genutzt werden können. Mitzubringen ist ein Ladekabel, nur durch dieses ist der Zugriff auf den Strom möglich.
Wer sein E-Auto ohne Vertrag laden möchte, kann an den Stationen direkt via App über Kreditkarte oder Paypal bezahlen. Die Ladestationen sind in das größte deutsche Roaming-Netzwerk von Hubject eingebunden. Auch eine Service-Hotline steht zur Verfügung. Für Timo Hartmann, Logistikchef der Firma Rogers, stand der Blick in die Zukunft im Fokus: "Die erste Elektro-Ladestation weit und breit ist auch ein wichtiges Signal der Firma an die Öffentlichkeit, auf klimafreundliche Mobilität zu bauen." Hartmann dankte Angelika Kreuzer und Christine Baumstark für das Koordinieren des Tankstellenprojekts.
Für Rogers-Mitarbeiterin Angelika Kreuzer aus Speichersdorf gab es ein besonderes Bonbon: Sie darf den neuen BMW i3 an einem Wochenende Probe fahren.













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