18.07.2019 - 17:06 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

20 Jahre Einsatz für das St.-Anna-Krankenhaus

"Wer mit offenen Augen durch das Krankenhaus geht, kann die Erfolgsgeschichte sehen", sagt Werner Renner, wenn er auf die 20 Jahre schaut, die der Förderverein St.-Anna-Krankenhaus jetzt besteht.

Für ihr Engagement im Förderverein dankt (von links) Klinik-Vorstand Klaus Emmerich der stellvertretenden Vorsitzenden Marga Klameth, Schriftführer Dieter Eberl und dem Vorsitzenden Werner Renner.
von Autor AJAProfil

Bei der Feier des runden Geburtstags bilanzierte der Vorsitzende die Ausgangslage: "Damals gab es noch keine Anbindung an die B 85, kein Ärztehaus, kein Parkdeck, und auch an weitere Planungen für neue Operationssäle, Chefärztezimmer oder Geburtenhilfe hatte noch niemand gedacht."

Im Frühjahr 1999 trafen sich die Mitarbeiter des Krankenhauses zu einer Ideenbörse. Den Vorschlag, einen Förderverein zu gründen, setzten sie in die Tat um. Klaus Emmerich, Vorstand des Kommunalunternehmens Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach, erinnerte sich: "Am eindrucksvollsten bewies der Förderverein St.-Anna-Krankenhaus seine Solidarität und Vernetzung, als im Jahr 2006 der Widerstand gegen die geplante Fusion des Klinikums St. Marien mit dem St.-Anna-Krankenhaus und der St.-Johannes-Klinik zu organisieren war." Damals habe der Förderverein an vorderster Front gestanden, um für den Erhalt eines eigenständigen Krankenhauses zu kämpfen. "Diesen Konsens zwischen Beschäftigen, Bevölkerung des Landkreises und Förderverein für ein selbstständiges Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach werde ich dem Förderverein nie vergessen", versicherte Emmerich. Er blicke mit Stolz auf seine 16,5 Jahre Mitgliedschaft zurück und fordere dazu auf, auch weiterhin für ein nicht fusionierendes, investitionsfreundliches und selbstständiges St. Anna Krankenhaus zu kämpfen.

Mehr als 200 000 Euro

Der Förderverein habe in den vergangenen 20 Jahren mehr als 200 000 Euro gesammelt. Die Summe ergebe sich aus Beiträgen der aktuell ca. 250 Mitglieder, Spenden von Privatpersonen sowie Erlösen aus gesellschaftlichen Veranstaltungen. Zu den Einzelinvestitionen gehörten beispielsweise ein Dialysegerät, Aufzugsportale, Beamer und Laptops für die Krankenpflegeschule, eine Kapselkamera für die Innere Medizin, Gingko-Bäume sowie Patientenstühle.

Zudem beteiligte sich der Förderverein an den Kosten für die Studie "Deutschlands beste Krankenhäuser" der FAZ. "Das Ergebnis hat uns alle verblüfft, denn mit so einem guten Resultat, dass unser Krankenhaus an 89. Stelle, der über 2567 untersuchten Krankenhäuser und Reha-Kliniken liegt, hat von uns wohl keiner gerechnet", gab Vorsitzender Werner Renner offen zu. Hans Kummert, der stellvertretende Landrat, lobte den unermüdlichen Einsatz des Fördervereins und bat ihn, auch weiterhin zusammen mit dem Aufsichtsrat für den Erhalt des Krankenhauses zu kämpfen: "Wenn wir heute falsch abbiegen, kommen wir ans falsche Ziel. Unsere Aufgabe ist es, das Krankenhaus für den Landkreis zu erhalten und zu verbessern."

Glücklicher Bürgermeister

Bürgermeister Michael Göth dankte dem Förderverein für eine Vielzahl an geleisteten Stunden im Ehrenamt und zeigte sich als Bürgermeister glücklich, dass es dieses Krankenhaus gibt: "Sie vermitteln einen positiven Stellenwert des Krankenhauses nach außen und nach innen."

Für Martin Sachsenhauser, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg, kommt der Erfolg des Krankenhauses nicht von ungefähr: "Dafür bedarf es einen klugen Kopf, der ganz viel Unterstützung erhält. Denn, was einer nicht schafft, das schaffen viele zusammen. Sie sind für unsere Region ungeheuer wichtig."

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