01.04.2020 - 16:53 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Acht Corona-Patienten im St.-Anna-Krankenhaus, fünf mit Verdacht

Auch nach der 17. Krisensitzung der Führungskräfte sieht sich das St.-Anna-Krankenhaus im Zeichen der Coronakrise gut aufgestellt. Die Klinik hat ihre Beatmungsplätze aufgestockt und einen Isolierbereich eingerichtet.

Pflegekräfte auf der neu eingerichteten Isolierstation des Sulzbach-Rosenberger St.-Anna-Krankenhaus in voller Schutzausrüstung.
von Andreas Royer Kontakt Profil

"Wir verzeichnen in der Klinik in Sulzbach-Rosenberg aktuell acht positiv auf Covid-19 getestete Patienten, drei davon werden in unserem Intensivbereich beatmet. Außerdem gibt es fünf Verdachtsfälle, bei denen die Ergebnisse noch ausstehen", so Roland Ganzmann als stellvertretender Vorstand des Kommunalunternehmens Krankenhäuser.

Wie er weiter am SRZ-Telefon mitteilt, lägen für die Geriatrie in der Auerbacher St.-Johannes-Klinik keine positiven Fälle vor . Drei dortige Pfleger, die sich mit Corona angesteckt hätten, befänden sich in häuslicher Quarantäne. Gleiches gelte auch für eine infizierte Pflegekraft am St.-Anna-Krankenhaus. Sämtliche Kontaktpersonen seien negativ getestet worden, ergänzt Ganzmann auf Nachfrage.

Schon seit dem bundesweiten Auftreten von erhöhten Fallzahlen hätten die beiden Krankenhäuser in Sulzbach-Rosenberg und Auerbach sogenannte Sichtungsstellen eingerichtet, um Patienten bereits vor Aufnahme auf das Coronavirus zu testen und so mögliche Kontakte schon von Anfang an zu vermeiden. Diese Praxis hätte sich sehr gut bewährt. Beim Auftreten von Symptomen folge die Einweisung in die neu eingerichtete Isolierstation, wo in 16 Zimmern 32 Betten zur Verfügung stünden.

"Vor der Coronakrise hatten wir auf der Intensivstation zehn Betten mit von acht auf zehn aufgestockten Beatmungsplätzen. Durch eine Erweiterung unter Nutzung des ehemaligen Aufwachraumes stehen uns jetzt vier zusätzliche Intensivplätze mit Beatmungsmöglichkeit zur Verfügung", berichtet Roland Ganzmann, der die aktuelle Lage in den beiden Kliniken des Landkreises Amberg-Sulzbach als stabil bezeichnet.

Auch für eine Häufung von Corona-Fällen habe sich das St.-Anna-Krankenhaus mit weiteren Betten gewappnet. So seien 40 ausgemusterte Einheiten reaktiviert worden und die Bundeswehr habe ebenfalls 40 Not-Betten bereitgestellt. Wir könnten so bei Bedarf unsere Kapazität von 165 Betten sofort um bis zu 80 Einheiten aufstocken, war von der Klinik-Leitung zu erfahren.

Dankesworte richtet Roland Ganzmann an seine Mitarbeiter, die die Einrichtung der Isolierstation in Eigenregie schulterten und hochmotivierte mit eigenen Dienstplänen im Einsatz seien. Auch für die große Unterstützung aus der Bevölkerung und Geschäftswelt, etwa mit selbstgenähten Schutzmasken und -materialien, dankte der stellvertretende Klinikvorstand.

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