Sulzbach-Rosenberg
27.05.2019 - 14:43 Uhr

Alkohol macht sie aggressiv

Nicht ganz so positiv wie im vergangenen Jahr fällt die polizeiliche Bilanz zum diesjährigen Frühlingsfest aus: Es gab doch einiges zu tun für die Beamten am Dultplatz.

Bild: Stephan Jansen, dpa

Von Samstag, 18. Mai, bis zum vergangenen Sonntag hatte auf dem Dultplatz das Frühlingsfest seine Pforten für die Besucher geöffnet. Bereits vor dem offiziellen Auftakt musste der Festwirt am Samstagmorgen Glasbruch an der Kabine seines Gabelstaplers feststellen und anzeigen. Offenbar in der Nacht zuvor waren hier Jugendliche am Werk gewesen, die im Umfeld der Arbeitsmaschine bereits mit dem "Vorglühen" auf das Fest begonnen und sich zu der Sachbeschädigung hatten hinreißen lassen. Die Polizei ermittelt hier gegen bislang unbekannte Täter.

Gleiuch am ersten Samstagabend kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung unter mehreren jungen Leuten im Alter von 17 und 18 Jahren. Sicherheitsdienst und Polizei mussten hier einschreiten, um die Kontrahenten auseinander zu bringen. Alle Beteiligten waren mehr oder weniger alkoholisiert, die Polizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ein namentlich bekanntes Trio.

Smartphone weg

Buchstäblich "von den Beinen gesoffen" hatte sich an diesem Abend auch ein 17-Jähriger, der aufgrund seines besinnungslosen Zustandes durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste. Am ersten Sonntagabend verlor ein 14-jähriger Schüler auf dem Festgelände sein hochwertiges Smartphone, der mutmaßliche Finder zeigte sich nicht von der ehrlichen Seite, das Mobiltelefon blieb verschwunden.

Während der Woche blieb der Festbetrieb für polizeiliche Aufgaben überschaubar. Am Donnerstag traf eine Streife am frühen Nachmittag eine als vermisst gemeldete 15-jährige Jugendliche auf dem Festgelände an und brachte sie zu ihren besorgten Eltern zurück. Am Abend dieses Tages musste ein 59-jähriger Herzogstädter mit knapp 2,8 Promille durch Polizei und Rettungsdienst kurzzeitig betreut werden.

Zum Wochenende hin steigerte sich die Aggressionsbereitschaft einiger weniger Festbesucher: Am Freitagabend kurz vor Mitternacht musste ein 19-Jähriger im Umfeld des Autoscooters eine blutige Nase einstecken, die ihm zwei Jugendliche im Alter von 16 Jahren beigebracht hatten. Wegen des gemeinschaftlichen Angriffs auf den Heranwachsenden ermittelt die Polizei auch hier wegen gefährlicher Körperverletzung gegen das ihnen namentlich bekannte Duo. Auch bei dieser Auseinandersetzung war Alkohol im Spiel.

Den Reigen bekannt gewordener Straftaten beendete schließlich am Samstagabend ein 15-jähriger Schüler, als er die Reinigungskraft der Toilettenanlage um einen Teil ihres Erlöses bringen wollte. Seine Langfinger griffen nach einer Zwei-Euro-Münze, mit der er sich, so seine späteren Einlassungen, eine weitere Fahrt mit dem Autoscooter gönnen wollte. Der junge Mann wurde erwischt und vom Sicherheitsdienst an die Polizei übergeben.

Fahrrad aufgefunden

Zum Fest-Ende am Sonntagabend suchte schließlich noch ein übrig gebliebenes Fahrrad nach seinem Besitzer. Das violette Zweirad des Herstellers Kettler ist mit 26-Zoll-Rädern sowie 21 Gängen ausgestattet und verfügt über einen schwarzen Korb als Zusatzausrüstung. Zurzeit wird es noch bei der örtlichen Polizeiinspektion verwahrt, geht aber in Kürze an das städtischen Fundbüro.

In ihrem Bericht bedankt sich die Polizei ausdrücklich bei der Vielzahl der friedlichen Festbesucher für den durchaus vernünftigen Umgang miteinander und bei den Mitarbeitern des engagierten Sicherheitsdienstes für ihren besonnenen Einsatz über alle Festtage hinweg.

 
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