24.09.2019 - 12:36 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Althütte ist der ganze Stolz der Pfadfinder

Sie liegt unweit des Kleinen Arbersees: Die Althütte gehört der Gemeinschaft St. Georg (GSG) Regensburg und besteht seit 50 Jahren. Jeder Georgspfadfinder kennt sie. Sulzbach-Rosenberg hat eine besondere Beziehung dazu.

Sie ist der Schatz der Gemeinschaft St. Georg: Die Jugendfreizeitstätte Althütte am Kleinen Arbersee wird 50 Jahre.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Die Althütte bei Lohberg im Bayerischen Wald erfreut sich großer Beliebtheit nicht nur bei den Georgs-Pfadfindern. Sie ist auch idealer Ausgangspunkt für Mountainbike-Touren oder Wanderungen im Wunter nd Sommer.Unsere Zeitung sprach mit Vorsitzendem Alois Auer über das anstehende Hüttenfest.

ONETZ: 50 Jahre Althütte der GSG Regensburg - was heißt denn eigentliuch GSG und was ist das?

Alois Auer: Die GSG, die Gemeinschaft St.Georg, ist ein Zusammenschluss von Freunden des Pfadfindertums, insbesondere der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Sie ist ein Erwachsenenverband der Diözese Regensburg. Mitglieder können Freunde und Gönner sowie Eltern der Pfadfinder sein.

ONETZ: Und was hat das mit Regensburg zu tun?

Die GSG Regensburg ist der Dachverband, dem 13 Gruppen in der Oberpfalz angehören: Amberg, Ammersricht, Vilsbiburg, Eschenbach, Kelheim, Mitterteich, Offenstetten, Parsberg, Regensburg, Rosenberg, Schwandorf, Sulzbach und Weiden mit insgesamt rund 900 Mitgliedern. Sulzbach stellt die stärkste Gruppe mit 233 Mitgliedern. Der 2. Vorsitzende kommt aus Schwandorf.

ONETZ: Was ist denn der Zweck der Gemeinschaft?

Zweck des Vereins ist es, die pädagogischen, seelsorgerischen und sozialen Aufgaben der Deutschen Pfadfinderschaft ideell und wirtschaftlich zu fördern. Die Eigenständigkeit der DPSG bleibt dabei unangetastet. Die Unterstützung findet zum einen auf finanzieller Ebene statt - 50 Prozent des Mitgliedsbeitrages fließen direkt an die einzelnen DPSG-Gruppen (Stämme) zurück, für den Rest wird die Diözesanleitung der DPSG für Lager, Fahrten, Projekte oder neue Anschaffungen unterstützt. Ebenfalls findet auf Wunsch Unterstützung auf beratender Ebene statt.

ONETZ: Und was ist nun die Althütte?

Sie ist der Stolz der GSG und trotz ihrer fünfzig Jahre immer noch "up to date". Die Gemeinschaft St. Georg Regensburg ist der Träger der "Jugendfreizeitstätte Althütte" im Bayerischen Wald, ein Selbstversorgerhaus mit 42 Betten, Duschen, Küche und Aufenthaltsräumen. Hier kann man Gruppen- und Familienleben fördern, vertiefen und ausleben. Und das werden wir heuer anlässlich des 50. Geburtstages am 29. September mit einem großen Fest dort feiern.

Moderne Schlafräume prägen das Innere der Hütte.

ONETZ: Das heißt also, hier können nur junge Menschen ihre Freizeit verbringen?

Nein, so ist es nicht. Diese Einrichtung kann jedermann buchen, ob jung oder alt, Gruppen oder Familien. Und dass dies auch in Anspruch genommen wird, zeigt die erfreuliche Vorausbuchung über viele Monate, zur Zeit fast zwei Jahre.

ONETZ: Wie soll denn die Feier aussehen?

Vor der Althütte werden wir in einem Zelt um 10 Uhr einen Gottesdienst feiern. Hierzu kommen die Mitglieder aus der ganzen Oberpfalz zusammen. Wir rechnen mit bis zu 500 Personen. Bei Musik und Gesprächen wollen wir den Tag genießen. Selbstverständlich kann unser Haus komplett besichtigt werden. Mitglieder, Freunde und Gönner sind eingeladen. Die Althütte wird zum Beispiel von vielen Vereinen und Familien aus Sulzbach-Rosenberg gerne besucht.

ONETZ: Was spielen Sie persönlich für eine Rolle in dieser Organisation?

Seit meiner Jugend hat mich die Pfadfinderei nicht mehr losgelassen. Schon früher hatte ich mich im Stamm Sulzbach engagiert und später als Vorsitzender der GSG Sulzbach. Irgendwann war ich dann zweiter und bin nun schon seit vielen Jahren erster Vorsitzender der GSG Regensburg - denn "einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder". Dies geht natürlich nicht ohne eine gute Mannschaft. Schriftführer Sigi Kaser ist ein Sulzbacher, ebenso ist die Hüttenverwaltung bei Haggi und Hubert Hager bestens aufgehoben. Die anderen Vorstandsmitglieder kommen aus Amberg, Weiden, Regensburg und Eschenbach.

ONETZ: Wie ist der Zustand der Althütte?

Bestens. In den letzten zehn Jahren haben wir rund 50 000 Euro investiert in die Sanierung und Instandhaltung: eine Bio-Kläranlahge, neue Böden in den Schlafräumen, neue Möbel, eine neue Küche, und die komplett neue Elektrik kosteten viel Zeit und Geld. Nächstes Jahr wird er Eingangsbereich neu gefliest und eine neue Toilettenanlage gebaut.

ONETZ: Ein Draufzahlgeschäft?

Nein, Gottseidank nicht. Mit Hüttenmiete und Getränkeverkauf kommen wir, wenn auch knapp, schon auf unsere Kosten. Denn wir wollen die Hütte noch einige Jahre betreiben.

 

 

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