05.04.2020 - 16:58 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Ambulante Pflege nicht vergessen

Der Frauenbund von Herz Jesu Rosenberg unterstützt die Ökumenische Sozialstation mit selbstgenähten Gesichtsmasken.

Monika Rubenbauer vom Kath. Frauenbund Rosenberg (zweite von links) bei der Übergabe der selbstgenähten Schutzmasken an die Verantwortlichen der Ökum. Sozialstation Sulzbach-Rosenberg.
von Externer BeitragProfil

Pflegefachkraft Alexandra Pirner, die unter anderem für die Gruppenarbeiten in der Sozialstation zuständig ist, konnte von Monika Rubenbauer vom Katholischen. Frauenbund der Pfarrei Herz Jesu Rosenberg, 80 selbstgenähte Gesichtsmasken, die sie zusammen mit ihrer Schwiegertochter Jenny Buchstaller angefertigt hat, in Empfang nehmen, meldet die Sozialstation in einer Pressemitteilung.

Beim Frauenbund bedankten sich auch Geschäftsführer Günter Koller und Pflegedienstleiterin Brigitte Riederer, die anmahnten, dass bei allen Aufrufen von staatlicher und kommunaler Seite die ambulante Kranken- und Altenpflege meist vergessen wird.

Selbstverständlich gilt es, das Personal in den Krankenhäusern und in den Heimen sowie die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und das Personal der Arztpraxen zu schützen, jedoch fallen die Mitarbeiter der ambulanten Kranken- und Altenpflege bei nahezu allen Unterstützungsaufrufen "hinten runter".

Über 2000 Patienten

Die geschäftsgeführten Einrichtungen der Caritas Amberg-Sulzbach versorgten jährlich über 2000 Patienten in deren eigenen vier Wänden im Landkreis Amberg-Sulzbach und in der Stadt Amberg. Die Pflegekräfte wüssten nicht, wer seit ihrem letzten Besuch die Patienten zu Hause aufgesucht habe. Enkel, Kinder, Freunde, Bekannte. Oftmals könnten sich die Patienten auch gar nicht mehr daran erinnern, wer sie in letzter Zeit besucht habe. Dementsprechend seien auch die Mitarbeiter aller Dienste der ambulanten Pflegeeinrichtungen einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Leider werde dies oftmals vergessen.

Wenig Verständnis hätten die Mitarbeiter der ambulanten Pflegeeinrichtungen, wenn nach wie vor Familientreffen über Generationen hinweg stattfänden, ohne das die Familienmitglieder im selben Haushalt lebten. Vielen sei nicht bewusst in welche Gefahr sie hierbei gerade die älteren Menschen bringen.

Als kläglich bezeichnete Koller die erste Lieferung des Katastrophenschutzes an die ambulanten Pflegeeinrichtungen. So erhielt die Ökumenische Sozialstation Sulzbach-Rosenberg gerade mal 25 Masken und andere ambulante Pflegeeinrichtungen noch weniger. Deshalb findet die Spende des Frauenbunds Rosenberg in der Sozialstation dankbare Abnehmer.

Dienst gesichert

Koller versicherte, dass die ambulante Kranken- und Altenpflege der Caritas-Amberg-Sulzbach und der Ökumenischen Sozialstation Sulzbach-Rosenberg trotz Ausfall von Personal nach wie vor gesichert sei. "Zum Glück gibt es bisher noch keine infizierten Mitarbeiter. Notfallpläne sind jedoch ausgearbeitet, man weiß nie was die Zukunft bringen wird", so Koller.

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