Sulzbach-Rosenberg
12.05.2019 - 16:26 Uhr

Autobahn-Raststätte stört die Straftaten-Bilanz

Nur die Autobahn-Raststätte fällt aus dem Rahmen: Beim Sicherheitsgespräch der Polizei kam heraus, dass die Umlandgemeinden keine Kriminalitätsprobleme haben.

Lob für die Präsenz und Erfolge der Polizei gab es beim Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern. Von links Polizeihauptkommissar Peter Krämer, Fabian Bräutigam (Weigendorf), Dieter Dehling (Illschwang), Winfried Franz (Neukirchen), Brigitte Bachmann (Birgland) und Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck. Bild: ge
Lob für die Präsenz und Erfolge der Polizei gab es beim Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern. Von links Polizeihauptkommissar Peter Krämer, Fabian Bräutigam (Weigendorf), Dieter Dehling (Illschwang), Winfried Franz (Neukirchen), Brigitte Bachmann (Birgland) und Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck.

Die Kriminalität sinkt, die Aufklärung steigt: Frohe Kunde gab es beim Sicherheitsgespräch der Umlandgemeinden mit Polizeichef Michael Kernebeck in Sulzbach-Rosenberg. Die Bürgermeister Winfried Franz für Neukirchen-Etzelwang, Brigitte Bachmann vom Birgland, Dieter Dehling aus Illschwang und 2. Bürgermeister Fabian Bräutigam aus Weigendorf diskutierten mit Kernebeck und seinem Stellvertreter Polizeihauptkommissar Peter Krämer die aktuellen Zahlen.

Die sehen für Neukirchen so aus, dass hier die Straftaten auf 57 gesunken sind, die Aufklärungsquote stiegt dabei auf knapp 79 Prozent. In Etzelwang sah es mit 12 Fällen und 70 Prozent ähnlich aus. Kernebeck erinnerte an den Fall, als 2018 bei Haid ein Schleuser Flüchtlinge ausgesetzt hatte. Er wurde kurze Zeit später von der Bundespolizei festgenommen - "das war hervorragende Arbeit." Winfried Franz lobte die Aufklärungs-Veranstaltungen von Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder zur Einbruchs-Verhütung. Auch die Aktion "Wachsamer Nachbar" zeige gute Ergebnisse.

31 Straftaten im Birgland mit seinen 1800 Einwohnern, das ist relativ viel. Doch Kernebeck klärte auf: Die meisten Taten ereigneten sich auf den Autobahn-Parkplätzen. Im Birgland selbst gab es nur wenig zu berichten, ein paar kleinere Diebstähle und sonstiges. "Das sind alles liebens- und lebenswerte Gemeinden, in denen man sich sicher fühlen kann, denn wir sind da", beschrieb der Polizeichef die Lage. Brigitte Bachmann dankte ihm für die gefühlt gute Präsenz der Polizei im Gemeindebereich. Die Aufklärungsquote von über 130 Prozent in Weigendorf mit seinen 13 Straftaten rühre aus dem System der Auslauf-Statistik, erläuterte Peter Krämer: Hier werden Fälle des Vorjahres, die erst jetzt geklärt wurden, mit aufgenommen. Hier gelte das für eine Serie von Sachbeschädigungen.

Illschwang liege mit 117 Straftaten (151 im Vorjahr) und 72 Prozent Aufklärung voll im Trend, allerdings schlage hier natürlich die Autobahnraststätte im Gemeindegebiet mit ihren zahlreichen Tankbetrugsfällen, Rauschgiftfunden und sonstigen Delikten voll durch. Die Kommune selbst sei, ebenso wie die anderen, sicher und stabil. Peter Krämer erinnerte an einen spektakulären Fall im Illschwanger Gebiet: Ein Mädchen hatte einen Einbrecher fotografiert und gefilmt, der amtsbekannte Täter konnte wenig später aufgrund der Beweise festgenommen werden.

Alles in allem also rundum Zufriedenheit der Gemeinden mit der örtlichen Polizei, wenn man auch bei den Verkehrskontrollen "über die Art und Weise manchmal streiten könnte", wie Neukirchens Winfried Franz die Situation umschrieb. Die Mitgliedschaft in der Kommunalen Verkehrsüberwachung zur Geschwindigkeitskontrolle sei nach wie vor nötig und solle beibehalten werden. Sie bringe allerdings keinen Gewinn in die Gemeindekassen, wie die Bürgermeister übereinstimmend versicherten.

 
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