14.11.2018 - 16:26 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bauernverband als Dorfladen der Bildung

Früher trafen sich Ortsobmänner und Ortsbäuerinnen getrennt. Diesmal wurde die Kreisversammlung des Bayerischen Bauernverbandes gemeinsam abgehalten, was sich positiv auf die Beteiligung auswirkte.

Bienen und Insekten lautet das Jahresthema beim BBV-Bildungswerk. Es bietet Hilfe an bei der Organisation von Bildungsveranstaltungen auf Ortsebene.
von Wolfgang BerndtProfil

In der Kreisversammlung im Gasthof Heldrich in Forsthof ging es um Probleme in der Agrarpolitik, aber auch darum, wie Erwachsenenbildung gestaltet werden kann. Als Nachfolger von Josef Schmidt für den Bereich Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg stellte sich Landwirtschaftsoberrat Matthias Feierler vor.

Es sei nicht schwer, auf Ortsebene Bildungsveranstaltungen abzuhalten, betonte die Geschäftsführerin des BBV-Bildungswerkes Niederbayern-Oberpfalz, Susanne Schreiner-Janning. Sie machte damit besonders den Ortsbäuerinnen Mut, die in der Regel die Hauptlast bei der Vermittlung von Bildung trügen. Erwachsenenbildung könne auf verschiedenen Wegen vermittelt werden - auch durch Lehrfahrten, Betriebsbesichtigungen, Kochkurse oder Workshops.

Das Bildungswerk biete ebenfalls einiges an, für 2018/19 zum Jahresthema Bienen und Insekten. Bei der Organisierung helfe es gern, sei es bei der Vermittlung von Referenten als auch bei Förderung. Die BBV-Ortsverbände seien buchstäblich ein "Dorfladen der Bildung" dar. Jeder Interessierte könne teilnehmen, auch ohne BBV-Mitgliedsschaft.

Der stellvertretende BBV-Bezirkspräsident Ely Eibisch sieht ein großes Problem der europäischen Agrarpolitik in der unterschiedlichen Größe der landwirtschaftlichen Betriebe in der Europäischen Union, aber auch in Deutschland. Das wirke sich auf die Möglichkeiten aus, staatliche Förderung zu bekommen. Eine Veränderung zwischen den beiden Säulen, EU-Direktzahlungen und Förderung durch die einzelnen Länder, mache es nicht besser. Negativ dürfte sich auswirken, dass die EU durch den Brexit, den Ausstieg Großbritanniens, weniger Geld haben, die Ausgaben aber steigen würden - durch neue Aufgaben wie dem verstärkten Schutz der Außengrenzen. Direktzahlungen sollen nach den neuen Bestimmungen nur noch an sogenannte "echte" Landwirte fließen, wobei die Haupteinnahmen als Grundlage gelten. Landwirte, die aufgrund der Einnahmen aus einer Biogas- oder Photovoltaikanlage eine eigenes Gewerbe angemeldet hätten, könnten aus der Förderung herausfallen, befürchtete Eibisch. Zusätzlich seien Direktzahlungen an weitere bürokratische Auflagen gebunden, die nicht jeder Betrieb erfülle.

Die AELF sucht Referenten, die für Bildungsangebote im Bereich Ernährung und Bewegung geschult sind und im Netzwerk junge Eltern/Familien beziehungsweise Generation 55plus mitarbeiten möchten. Interessierte können sich an Ursula Eckl wenden (09621/6024 220, poststelle[at]aelf-am.bayern[dot]de).

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