05.03.2019 - 10:33 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Beeindruckende Farbigkeit für die Galerie Gruppe 81

Zwei Künstler aus Weiden geben derzeit in Sulzbach-Rosenberg ihre Visitenkarten ab. Die Kompositionen von Edith Baldauf und Bernd Seidl fallen mit gekonnter Technik und mutiger Farbigkeit auf.

Bei der Vernissage (von links): Roman Friedrich mit den ausstellenden Künstlern Edith Baldauf und Bernd Seidl.
von MÜBProfil

Die Sulzbach-Rosenberger Künstlergruppe 81 gewährt zwei Malern aus Weiden in ihrer Galerie Gastfreundschaft für eine Ausstellung. Bernhard Müller stellte den Kunstfreunden, die zur Vernissage gekommen waren, Edith Baldauf und Bernd Seidl vor. Sie sind Mitglieder des Oberpfälzer Kunstvereins, haben sich aber mit ihren Werken einen Namen über die Grenzen des Bezirks hinaus gemacht.

1943 in Eger geboren, kam Edith Baldauf in der Nachkriegszeit nach Weiden. Ihre Liebe zur Kunst erwachte bereits in der Kindheit zwischen Gemälden ihres Großonkels Franz Graf aus Karlsbad. Er war ein Schüler von Max Liebermann und Lovis Corinth in München. Baldaufs Arbeiten zeigen Einflüsse ihrer mehrjährigen Auslandsaufenthalte in Buenos Aires und Santiago de Chile, wo sie die Academia de pintura und das Instituto cultural Las Condes besuchte und mit den bekannten chilenischen Malern Hardy Wistuba und Carlos Ossandon Kontakt pflegte. 1992 kam sie zurück nach Weiden und engagierte sich im Kunstverein.

Ihre Bilder sind geprägt von kräftiger Farbigkeit. Die Farben sind sehr mutig nebeneinander gesetzt und mit großer Sicherheit aufgetragen. Die verwendeten Techniken, die sie auch untereinander mischt, kommen ihrer malerischen Art entgegen. Auf Untermalungen werden pastose Pinselstriche aufgesetzt, die in ihrer Transparenz ein wundervolles Farbspiel auf die Leinwand zaubern.

Bernd Seidls Bilder, Aquarelle und Tuschezeichnungen sind ein Gegenpol zu den mitreißenden Gemälden der Edith Baldauf. Die Bilder sind gegenständlich, in der Darstellung abstrahierend und weisen in den Farbverläufen eine fantastische Farbvielfalt auf, die sofort Stimmung vermittelt. Insgesamt sind die Kompositionen ruhiger, statisch. Das kommt vor allem bei den Tuschezeichnungen zur Geltung. Seine Bilder bergen aber auch viele kleine Einzelheiten, die Gedanken anregen und über die man trefflich diskutieren kann.

Insgesamt ist es eine wunderbare Zusammenstellung von Werken der beiden Künstler, die einen Überblick über ihr Schaffen gibt. Irene Fritz, Vorsitzende des Oberpfälzer Kunstvereins Weiden, war unter den Gästen und freute sich mit über die gelungene Vernissage, die Hip Heimbucher auf dem Dudelsack untermalte. Die Ausstellung ist bis Palmsonntag, 14. April, zu den üblichen Öffnungszeiten oder nach telefonischer Vereinbarung zu besichtigen.

Farbenfrohe Gemälde von Edith Baldauf.
Landschaftsaquarell von Bernd Seidl.

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