Sulzbach-Rosenberg
25.03.2019 - 16:13 Uhr

Bergwacht unterstützt Rettungsflieger

Ob Rettung an steilen Felsen oder schnelle Notfallrettung im unwegsamen Gelände, sobald die Bergung von Patienten schwierig wird, eilt die Bergwacht zu Hilfe. Örtliche Kräfte unterstützten jetzt die Fortbildung von Hubschrauberpiloten.

Die Bergwacht arbeitet bei ihren Einsätzen häufig mit Rettungshubschraubern zusammen, wie beispielsweise mit der DRF Luftrettung. Wie es in einer Pressemitteilung der Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg heißt, würden hierfür die gut ausgebildeten Hubschrauberpiloten weiter geschult. Während der Fortbildung müssten die Piloten auch die sogenannte Windenrettung mit einem 90 Meter langen Seil erlernen und üben.

"Dabei handelt es sich um die Rettung von Patienten über eine am Hubschrauber befestigte Seilwinde. Diese kann den Retter und Patienten aufnehmen und so schnellstmöglich Hilfe bieten. Für die Piloten, die bereits über eine Erfahrung von über 2000 Flugstunden verfügen, übernehmen Fluglehrer die spezielle Zusatz-Schulung bei den Windengängen ", sagt Bereitschaftsleiter Markus Schnellinger. Wie er weiter erklärt, werden diese Übungen zu Beginn mit einer sogenannten Totlast, also einem bloßen Gewicht, durchgeführt. Um den Piloten im weiteren Verlauf aber eine bestmögliche Fortbildung in der Windenrettung bieten zu können, sucht die DRF Luftrettung immer wieder freiwillige Bergretter zur Unterstützung.

Windenausbildung im Operation-Center

In der vergangenen Woche nahm auch ein Aktiver der Bergwacht Sulzbach-Rosenberg an einer Windenausbildung teil. "Dazu reiste er nach Rheinmünster, einer kleinen Gemeinde nahe Baden-Baden. An diesem Standort befindet sich das Opertion-Center der DRF", so Schnellinger.

Für Bergwachtler Johannes Grötsch aus Sulzbach-Rosenberg, war es eine besondere Ehre bei der Piloten-Fortbildung teilzunehmen: "Ich habe mich in den Händen der Piloten sehr sicher gefühlt. Alles war sehr professionell organisiert und ich konnte auch für mich persönlich einiges an Erfahrung und Sicherheit gewinnen" so Grötsch.

Auch in der Bergwacht selbst müssten regelmäßig Winden-Flüge geübt werden, um den reibungslosen Ablauf einer Rettung zu sichern. Wie Grötsch gegenüber Oberpfalz-Medien angibt, hätten sich zu Beginn der Woche die Übungsszenarien wegen heftiger Winde noch etwas schwierig gestaltet. Im Laufe der Woche ließen diese nach und machten so viele Winden-Flüge möglich.

"Gemeinsam mit zwei Piloten, einem Fluglehrer, einem Techniker sowie zwei Bergwachtlern wurden immer wieder verschiedene Szenarien nachgestellt und das Auf- und Abnehmen von Retter und Patienten geübt. Hierbei können Patienten mit dem Bergesack oder mit dem Rettungsdreieck geborgen werden", schildert Johannes Grötsch seine Erfahrungen.

 
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