04.07.2019 - 15:11 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Unter den besten Kliniken Deutschlands

Landrat Richard Reisinger und Vorstand Klaus Emmerich sehen in hoher Qualität Grund für Auszeichnung des St.-Anna-Krankenhauses.

Vorstand Klaus Emmerich (links) und Landrat Reisinger präsentieren das Zertifikat.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Das St.-Anna-Krankenhaus zählt zu den besten Krankenhäusern in Deutschland. Das jedenfalls besagt eine Studie des F.A.Z.-Instituts. In der Kategorie "Kliniken mit 150 bis 300 Betten" landet es auf Platz 18. Verantwortliche führen diesen Erfolg auf Qualität und Leistungen zurück.

Für Landrat Richard Reisinger und Vorstand Klaus Emmerich ist es angesichts der zweiten Auszeichnung des St.-Anna-Krankenhauses mit dem Titel Deutschlands beste Krankenhäuser eine "tolle Leistung", erklärt das St.-Anna-Krankenhaus in einer Pressemitteilung.

Unter allen bundesdeutschen Kliniken mit 150 bis 300 Betten nimmt die hiesige Einrichtung 2019 Rang 18 von 513 Krankenhäusern ein und zählt unter dieser Klinik-Größe zu den besten 3,5 Prozent. "Wir sind stolz auf die großartige Leistung unserer Mitarbeiter und bedanken uns ausdrücklich für ihr Engagement", werden Landrat und Vorstand in der Aussendung zitiert. Auf Rückfrage der SRZ-Redaktion nach der Bedeutung dieser Auszeichnung, betonen beide Gesprächspartner, dass wohnortnahe Krankenhäuser keine Selbstverständlichkeit mehr seien. Krankenkassenverbände und das Bundesgesundheitsministerium sprächen kleinen wohnortnahen Krankenhäuser per Definition ihre Qualität ab, weil sie nicht alle spezialisierten medizinischen Leistungen anbieten. "Das ist aber nicht korrekt. Das St.-Anna-Krankenhaus macht nicht alles, aber das, was es macht, macht es mit sehr hoher Qualität. Das ist die Kernaussage des Zertifikats ,Deutschlands beste Krankenhäuser'", sagt Klaus Emmerich. Zur Professionalität eines Krankenhauses gehöre insbesondere, genau das anzubieten, was es besonders gut könne. Das St.-Anna-Krankenhaus habe durch Ausweitung seines Leistungsangebots und Zentrenbildung seine Qualität stetig erweitert - 92,7 von 100 Punkten bei der Bewertung sprächen für sich. Landrat und Vorstand bitten außerdem, sich von der Kampagne gegen kleine, angeblich qualitativ schlechte Krankenhäuser nicht verunsichern zu lassen.

ONETZ: Was bedeutet diese Auszeichnung bei einer bundesweiten Studie für Sie und Ihre Tätigkeit am Krankenhaus?

Krankenhaus-Vorstand Klaus Emmerich: Die Auszeichnung belegt durch eine unabhängige Studie unsere hohe Behandlungsqualität. Das macht unsere Qualitätsanstrengungen transparent und fördert sicherlich das Vertrauen der Bevölkerung, dass sie gut bei uns aufgehoben ist.

ONETZ: Stimmt es, dass das Werben des Amberger Klinikums um eine engere Kooperation mit dem St.-Anna-Krankenhaus zunimmt? Wie ist hier der aktuelle Stand?

Das Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises verfolgt seit vielen Jahren die Strategie eines stetig steigenden medizinischen Leistungsangebots und einer Zentrenbildung als Nachweis hoher Behandlungsqualität. Diesen Kurs werden wir als selbstständige Krankenhäuser erfolgreich fortsetzen. Es existieren bereits auf vielen Gebieten Kooperationen mit dem Klinikum St. Marien. Es ehrt uns, dass benachbarte Krankenhäuser Kooperationen mit uns suchen und im Dialog mit uns bleiben möchten. Gelingen werden jedoch nur Kooperationen auf Augenhöhe und im Interesse aller beteiligten Krankenhäuser.

ONETZ: Beim NZ-Klinik-Check liegt das St.-Anna-Krankenhaus bei der Behandlung von Lungenentzündungen wieder auf dem 1. Platz. Sicher ein weiteres Indiz für die erfolgreiche Arbeit?

So sehen wir das auch! Es ist auch ein Beweis dafür, dass kleinere ländliche Krankenhäuser innerhalb ihres Leistungsangebots überdurchschnittliche Qualität und sehr erfolgreiche Arbeit leisten können. Auf diese Leistung sind wir stolz. Ich bedanke mich bei allen unseren Mitarbeiterrinnen und Mitarbeitern, die täglich an der Verbesserung unserer Behandlungsqualität arbeiten.

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