14.06.2020 - 17:01 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg zieht Bilanz zur Frühtrachternte: Honig von mehr als 1000 Bienenvölkern

Volle Honigwaben erfreuen nicht nur das Imker-Herz, sondern geben auch Zeugnis von einer intensiven Bestäubung der Pflanzenwelt.
von Externer BeitragProfil

Vor der Ernte müssen die Bienen den Honig produzieren. Wie machen die das? Um Honig zu bereiten, brauchen die Bienen ein Ausgangsmaterial. Das ist etwas, das die Bienen in die Beute eintragen, daher die Tracht. Zur Honigbereitung muss die Tracht aus Nektar oder Honigtau bestehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg.

Wie Fachwart Alexander Hirschmann-Titz zitiert wird, sammeln die Bienen Nektar in den Blüten, die Nektar anbieten. Das sei nicht bei allen Blüten der Fall. Honigtau gebe es von Blatt- und Schildläusen. Entsprechend würden sie Honigtau-Honig nur in manchen Jahren, in denen der Befall mit Pflanzenläusen in ihrer Region hoch war, ernten. Die Zusammensetzung der eingetragenen Tracht, also die Anteile von Nektar und Honigtau, bestimme den Geschmack des späteren Honigs.

"Die Bienen nehmen über ihren Rüssel Nektar oder Honigtau auf. Diese Flüssigkeiten gelangen in ihre Honigblase und werden dort während des Fluges gespeichert. Bereits bei der Aufnahme geben die Bienen Enzyme, die Mehrfachzucker in Einzelzucker spalten, hinzu. Der Prozess der Honigbereitung hat begonnen", sagt der Experte.

Eindicken im Stock

Der zweite Schritt der Honigbereitung bestehe darin, dass die Bienen die Flüssigkeiten eindicken. Die Bienen entzögen dem unreifen Honig Wasser. Auch damit würden sie bereits während des Heimflugs beginnen und es beim Umtragen des Honigs innerhalb des Bienenstocks fortsetzen.

Wie dem Pressebericht weiter zu entnehmen ist, gelte die Honigernte für jeden Imker als Höhepunkt im Bienenjahr. Er arbeite intensiv darauf hin, um den Honig dann ernten zu können. Hier sei der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der Honigwaben wichtig, um ausschließlich reifen Honig zu ernten. "Ein Honig, der zu viel Wasser enthält, ist nicht reif und kann verderben. Drei bis sieben Tage nach Ende einer Tracht ist die Honigbereitung mit Sicherheit abgeschlossen. Ein guter Hinweis auf das Erreichen der Reife ist, wenn die Bienen die Honigzellen verdeckeln. Dann ist auf jeden Fall aus Sicht der Bienen der Honig fertig für eine langfristige Lagerung", sagt Hirschmann-Titz.

Mittels einer Edelstahl-Schleuder wird der frische Honig geerntet.

Die Sulzbach-Rosenberger Imker ernteten aktuell von mehr als 1000 Bienenvölkern Honig. Das bedeute seit mehr als 50 Jahren einen neuern Rekord für den Verein. "Erwartet wird ein Ertrag von etwa 15 Tonnen Honig. Jetzt gilt es, den Verbraucher auf ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel aufmerksam zu machen", macht Fachwart Alexander Hirschmann-Titz deutlich.

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