23.01.2020 - 16:04 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Aus Brache wird Hybrid-Ärztehaus

Abrundung von Außenbereichen, Schaffung einer attraktiven Eingangssituation oder Nutzung einer Brache. Was hier klingt wie ein kommunaler Aufgabenkatalog, trifft auf ein Areal an der Neumarkter Straße zu. Dort eröffnet ein Ärztehaus.

Die Hanglage und der schwierige Baugrund ließen die Hybridform mit Massivbauweise im Untergeschoss und Holzbauweise im Obergeschoss sinnvoll erscheinen.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Noch im Jahr 2014 waren verantwortliche Stellen davon ausgegangen, dass auf dem brachliegenden Areal an der Neumarkter Straße kurz vor der Krötensee-Kreuzung, der Discounter Norma eine Filiale eröffnen wird. Verschiedenen Verzögerungen ließen dieses Vorhaben schließlich scheitern. Laut damaliger Auskunft des Bauamtes, war für dieses Grundstück die bereits erteilte Baugenehmigung erloschen.

Zwei Millionen Euro

Nach vier Jahren des Stillstands gab es im Jahr 2018 wieder Interessenten für die bis dato ungenutzte Fläche. Ärztin Elena Feix stellte als künftige Bauherrin ihre Pläne im Stadtrat vor, die zunächst eine ärztliche Gemeinschaftspraxis sowie ein Wohnhaus für ambulant betreute Demenzkranke vorsah. Bebauungs- und Grünordnungsplan passierten den Stadtrat ohne Gegenstimme. Wie Baukoordinator Sebastian Kallmeier bei einer Begehung informierte, startete der Bau des Zwei-Millionen-Euro-Projekts im August 2019, Abschluss beziehungsweise Eröffnung seien für das Frühjahr im zweiten Quartal 2020 geplant. Die von einem anderen Bauherrn zu einem späteren Zeitpunkt angedachte ambulante Demenzpflege sei aber getrennt vom Ärztehaus zu betrachten.

Nach Angaben von Architekt Martin Kunert, der für Entwurf und Planung verantwortlich zeichnet, stehen den Ärzten Elena und Sebastian Feix sowie Lars Romfeld nach Fertigstellung im Erdgeschoss unter anderem auf 315 Quadratmetern fünf Behandlungsräume zur Verfügung, Wartebereiche, Labor, EDV und Anmeldung seien obligatorisch. Die Nutzung des Untergeschosses mit einer Fläche von 310 Quadratmetern wird ebenfalls im medizinisch-therapeutischen Bereich angesiedelt sein.

Ein drei Meter hoher Lärmschutzwall schirmt das Gelände in südwestlicher Richtung vom Verkehr auf der Hofgartenstraße/B 14 ab.

"Die Bauweise läuft innovativ, regenerativ, regional und nachhaltig. Umgesetzt wird das Projekt in einer Hybridform mit Massivbau im Untergeschoss und Holzbau im Erdgeschoss", erklären Sebastian Kallmeier und Christian Steger, Chef der gleichnamigen Holzbaufirma, vor Ort. Beide lobten die guten Kontakte sowie das gute Einvernehmen während der Bauphase mit dem städtischen Bauamt und dem Planungsbüro der MK Architekten.

"Das Gebäude ist an die Fernwärme angeschlossen, bekommt auf dem Flachdach eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung und genügt modernsten ökologischen Anforderungen." Der offene Grundriss mache rationale Arbeitsabläufe möglich, um Wartezeiten zu optimieren. "Und beschäftigt waren am fast ausschließlich Firmen aus der Region", nennt Kallmeier weitere Einzelheiten.

Anschluss an Fernwärme

Das neue Ärztehaus an der Neumarkter Straße wird noch im Frühjahr seinen Betrieb aufnehmen.
Daten und Fakten:

Das neue Ärztehaus

Gesamtfläche: 625 m2

Umbauter Raum: 2950 m2

Parkplätze: 29

Haustechnik: Fernwärme, PV-Anlage, moderne Heiz-Kühldecke für Sommer/Winter

Baukosten: 2 Millionen Euro

Hybridbauweise: Massivbau im UG, Holzbau im EG.

Bauzeit: August 2019 bis Frühjahr 2020.

Sonstiges: Baugrund schwierig, Schallschutz wegen Straße.

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