Das Annabergfest ist vorbei, und nicht bei allen bleiben ungetrübte Erinnerungen an das sonnenverwöhnte Ereignis: Viele Bürger machten Bekanntschaft mit einer Truppe, die sich im Zuge ihrer Arbeit nicht mit Ruhm bekleckert hat: Die angeheuerte Security verdarb manchem Annaberg-Fan gründlich den Abend.
Sicher, Sperrstunde ist Sperrstunde. Aber gerade die Herzogstadt zeichnet sich schon immer durch Toleranz aus - offensichtlich ein Fremdwort für die Schwarzgekleideten. Warum das Abendland Schaden nehmen soll, wenn man seine Maß gemütlich austrinkt, während Mitternacht vorbeizieht, erschließt sich niemandem. Zweck einer solchen Mannschaft sollte sein, darauf zu achten, dass keine Raufereien Sachbeschädigungen insbesondere an kirchlichem Gut usw. stattfinden.
Wieso friedlich sitzende Gäste permanent angesprochen, teils nach Aussagen sogar provoziert werden müssen, nur weil sie nach Zwölf noch dort sitzen in der lauen Sommernacht, das bleibt das Geheimnis der gewiss nicht dem diplomatischen Korps zuzurechnenden Männer. Dass die Polizei, wenn sie denn gerufen wird, einschreiten muss, ist klar: Anzeigen wegen Hausfriedensbruch sind dann die Folge.
Früher war das anders. Da saß man auf unserem einmaligen und friedlichen Annaberg halt in Gottes Namen noch bis um halb eins und trank seine Maß leer, ohne ständige Belästigungen. Und nun sowas. Zitat Gerhard Polt: "Braucht's des?"
Sulzbach-Rosenberg
29.07.2018 - 18:06 Uhr
Braucht's des?
Kommentar von Joachim Gebhardt
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