01.04.2020 - 17:59 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Breit aufgefächerte Unterstützung

Aufmerksamkeiten vor der Haustür, Einkaufshilfe für Senioren oder die Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie mit Gutscheinen. Auch in Sulzbach-Rosenberg ziehen Initiativen am selben Strang und stellen Solidarität über alles.

Im Stadtgebiet laufen während der Coronakrise auch zwei ehrenamtliche Einkaufsservice-Angebote für ältere oder erkrankte Menschen.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Haben wir bereits die meisten Möglichkeiten ausgeschöpft? Wie lange wird der Einzelhandel durchhalten? Und welchen Beitrag kann die Stadt leisten? Alles Fragen, die gegenwärtig im Bestreben, die Entbehrungen und Verbote der Coronakrise abzufedern, auftauchen. "Wir freuen uns natürlich über jede Art von Hilfen, die Menschen in dieser schwierigen Zeit leisten. Als Wirtschafts- und Kulturforum pro Su-Ro fühlen wir uns naturgemäß dem Einzelhandel verbunden, den wir auch jetzt bestmöglich unterstützen wollen", sagt Yvonne Rösel. Die pro Su-Ro-Geschäftsführerin spricht von einer engen Vernetzung mit dem Sulzbach-Rosenberger Stadtmarketing, wo bei Nina Mutzbauer die Fäden zusammenlaufen. Sie sieht die Aufgabe der Stadt als Koordinationsstelle, die unter anderem in einem dynamischen Prozess auch auf ihrer Homepage oder dem Bürgertelefon auf bestimmte Hilfen, Aktionen oder Angebote hinweist.

"Aus Gründen der Neutralitätsverpflichtung kann die Kommune aber nur in einem gewissen Maße Beiträge leisten. In anderen Städten haben diese Aufgaben auch Untergliederungen mit einer anderen rechtlichen Voraussetzung übernommen", erklärt Mutzbauer.

Verschiedene Aktionen

Dennoch finden sich auf der Stadt-Homepage verschiedene Hinweise, wie etwa zum Abhol- und Lieferservice der Geschäftswelt, die Jetzt-für-später-Gutscheine über die Aktion Fairplay oder die privaten Angebote, darunter die Nachbarschaftshilfen und den Einkaufsservice von Stefan Thar und der FWU oder des SPD-Ortsvereins. Auch nichtorganisierte Händler und Wirte dürften sich bei Fragen oder mit Aktionen und Angeboten an die Stadtverwaltung oder pro Su-Ro wenden. Mit der Aktion Fairplay will die Sulzbacher-Rosenberger Geschäftswelt ihren Kunden trotz Distanz verbunden bleiben.

Eine Stadt im Ausnahmezustand: Wichtig ist das Abstandhalten.

"Wir sind hier vor Ort eine Schicksalsgemeinschaft, die sich mit der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte konfrontiert sieht. Uns Händler bringen die Schließungsverordnungen und Ausgehbeschränkungen an den Rand des Ruins. Bitte spielt fair, achtet unsere Gemeinschaft vor Ort und unterstützt das Sozial- und Wirtschaftsgefüge unserer Heimat. Wir als Händler versprechen dafür, dass wir uns bei unseren treuen Kunden mit einer besonderen Aufmerksamkeit nach der Krise bedanken werden", appelliert Kurt von Klenck als pro Su-Ro-Vorsitzender. Auch Christian Weiß von der IG "Freunde Rosenbergs" appelliert an die Solidarität der Bürger. Er sorgt sich ebenfalls um den Finanzbedarf von Einzelhandel und Gastrobereich.

"Es ist sicher lobenswert, wenn Vereine Unternehmen mit dem Kauf von Gutscheinen unterstützen. Aber zusätzlich wäre es auch wichtig, Ware gleich direkt abzunehmen, damit Umsatz generiert wird und Mitarbeiter in den Betrieben Wirtshäusern weiter beschäftigt werden können."

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