(exb) "Nicht nur bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen können Gase frei gesetzt werden", erklärt Kreisbrandmeister Alex Graf, der Leiter des Fachbereichs Gefahrgut. Solche Gase könnten sowohl den Einsatzkräften als auch der Bevölkerung gefährlich werden können. "Schon bei Zimmer- und Wohnungsbränden und natürlich bei Großbränden in Industrie und Landwirtschaft beinhaltet Brandrauch neben Ruß auch zahlreiche hochgiftige Stoffe wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Chlorwasserstoff, Schwefeloxide."
Um diese im Ernstfall zu bestimmen, ihre Konzentration und ihre Ausbreitung zu erkennen, hat der Landkreis nun für den Fachbereich Gefahrgut zwei Prüfröhrchen (Schnelltest) sowie einen großer Prüfröhrchen-Satz angeschafft. Die Schnelltests bleiben beim Fachbereich Gefahrgut für erste Messungen, teilt Graf mit. Der große Messsatz für verschiedene gängige Gase wird bei der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) des Landkreises deponiert und im Einsatzleitwagen mitgenommen. Bei entsprechenden Alarm-Meldungen wird die Unterstützungsgruppe immer mit verständigt. Sie kann nun dank der neuen Hilfsmittel zur Stofferkennung erste Schritte einleiten.
Zur Übergabe und Einweisung durch die Firma Birnthaler (Parsberg) trafen sich Kreisbrandrat Fredi Weiß, der FB Gefahrgut unter Leitung von Kreisbrandmeister Alex Graf sowie die UGÖEL unter Leitung von Kreisbrandmeister Michael Iberer im Gerätehaus in Hahnbach. Nach einer ausführlichen Einweisung wurden die Geräte übergeben. Graf betonte, diese würden den Fachbereich Gefahrgut und die Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach erheblich aufwerten.
Sulzbach-Rosenberg
13.07.2018 - 12:03 Uhr
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