12.06.2020 - 13:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Diakonisches Werk verabschiedet Geschäftsführer Stefan Strauß und Pfarrerin Heidi Gentzwein

"Die Wohlfahrtspflege hat sich verändert. Früher war es einfacher, das Notwendige finanziert zu bekommen, und es war auskömmlicher finanziert." So bilanziert Stefan Strauß seine Erfahrung aus 27 Jahren Dienst für Menschen.

Dekan Karlhermann Schötz dankte Stefan Strauß, dem scheidenden Geschäftsführenden Vorstand des Diakonischen Werks Sulzbach-Rosenberg, und Pfarrerin Heidi Gentzwein (1. Vorstand) für ihr langjähriges segensreiches Wirken (von links).
von Autor COGProfil

Stefan Strauß beendet am 30. Juni seinen aktiven Dienst als Geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks Sulzbach-Rosenberg und geht in die Ruhephase der Altersteilzeit. Dekan Karlhermann Schötz würdigte Strauß' Wirken bei einer kleinen Abschiedsfeier mit Masken und geziemendem Abstand.

Angefangen hat Strauß am 1. Oktober 1992 als Geschäftsführer. In seiner langen Amtszeit hat er das Diakonische Werk neu strukturiert, konsolidiert und erweitert. Der Dekan nannte nur einige der vielen Tätigkeitsfelder: Wohnheim für psychisch Kranke und Behinderte in Schwandorf, Gründung des Werkhofs in Rosenberg, Emma-Lampert-Haus, das Sozialpsychiatrische Zentrum Amberg, die Gründung des Dr.-Stephan-Kastenbauer-Hauses und des Seniorenzentrums Bühler Höhe, die Rettung des Ernst-Naegelsbach-Hauses und der Umzug ins Haus der Kirche und Diakonie. Aktuelle Herausforderungen sind die Planungen für ein neues Wohnheim in Schwandorf und der Neubau des Ernst-Naegelsbach-Hauses. "Diese Übersicht zeigt ein segensreiches Wirken für das Wohl der Menschen in unserer Region und der Mitarbeiter in den Einrichtungen", betonte der Dekan.

Auch in vielen regionalen und überregionalen Gremien werde Strauß' Kompetenz geschätzt. Schötz dankte er ihm für die offene, ehrliche und gute kollegiale Zusammenarbeit. Er überreichte ihm einen Gutschein und Gertrud Strauß einen Blumenstrauß, "denn sie musste ihren Ehemann immer mit dem Diakonischen Werk teilen."

Nicht nur Strauß verlässt das Diakonische Werk, sondern auch Pfarrerin Heidi Gentzwein aus Schwarzenfeld, die seit 2009 das Amt des 1. Vorstands innehat und das geistliche Element in der Diakonie vertritt. "Sie waren Herrn Strauß in all den Jahren aufmerksame, sensible Begleiterin mit gutem Bezug zur Basis", stellte der Dekan fest und dankte ihr mit einem Blumenstrauß. Strauß habe das Diakonische Werk wie ein Schiff durch schwere Stürme geführt, so Gentzwein, als sie ihm zum Abschied ein selbstgebasteltes Schiff schenkte.

Strauß dankte für Wertschätzung und lobenden Worte. "Es hat viele Höhen, auch manche Tiefen gegeben", sagte er rückblickend. Die kirchliche Wohlfahrtspflege habe sich hin zum Unternehmertum entwickelt, deshalb müsse mehr kaufmännisches Know-how ins System. Wenn die Krise überstanden ist, werden Strauß und Gentzwein mit einem Gottesdienst in größerem Rahmen verabschiedet.

Info:

Der neue Vorstand

Vor der Feier fanden eine Aufsichtsratssitzung des Diakonischen Werks und eine Verwaltungsratssitzung des Naegelsbach-Hauses statt. Hier stellten sich die Nachfolger vor: Pfarrer Stefan Fischer, Hirschau, wird 1. Vorstand des Diakonischen Werks, Matthias Rechholz ist neuer Geschäftsführende Vorstand und Geschäftsführer des Vereins Großes Evangelisches Waisenhaus. Der Kaufmann war in einer Tochtereinrichtung tätig.

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