26.03.2019 - 17:18 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Felsen stoppen Autohof

Der Weg schien frei gemacht für eine Gewerbeansiedlung im Gebiet "Krötensee II". Für das Fibinger-Grundstück interessierte sich die Sulzbach GbR. Sie plante dort "alles rund ums Auto". Jetzt ist Sand ins Getriebe geraten.

Aus dem Autohof auf diesem Grundstück im Gewerbegebiet Krötensee II wird vorerst wegen des felsigen Untergrund nichts.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Vor etwas mehr als einem Jahr prägte Euphorie das Gespräch mit Investor Mathias Hensel. Hinter seiner GbR steht die Hensel Projekt- und Grundstückentwicklungsgesellschaft mbH, die sich mit Projektierung, Bebauung und Vermietung von gewerblichen oder Einzelhandels-Grundstücken beschäftigt. Klassische Baulandentwicklung im gewerblichen Bereich und der Erwerb von Fabrik- und Industriebrachen mit anschließender Revitalisierung gehört mit zur Ausrichtung der Gesellschaft.

Grund für die positive Erwartungshaltung des Investors war die Entscheidung des Stadtrats in der Januarsitzung 2018 über die Zukunft des Grundstücks gegenüber Aldi und dm, im Bereich des Dreiecks südlich der B 14, östlich der B 85 und nordwestlich der Auffahrt zur B 85. Die Räte machten damals den Weg mit großer Mehrheit frei für ein Gewerbegebiet, ein Bebauungs- und Grünordnungsplan wurde aufgestellt.

Wie der zuständige Sachbearbeiter vor gut einem Jahr erläuterte, läge bereits seit 2004 ein Beschluss vor, der auf diesem Areal generell nur noch Betriebe mit Dienstleistungen rund ums Auto zur Ansiedlung vorsehe. Einzelhandel ist dort ebenfalls gemäß Ratsvotum nicht möglich. Was alsbald folgte war das Interesse der Sulzbach GbR aus Ludwigshafen an diesem etwa 15 000 Quadratmeter großen Grundstück, um dort eine Tankstelle, ein Schnellrestaurant mit 24-Stunden-Betrieb und weiteres Gewerbe rund ums Auto anzusiedeln.

"Wir haben das Projekt vorerst aus kalkulatorischen Gründen ad acta gelegt", erklärte der weitere Geschäftsführer Dr. Burkhard Wagner auf Nachfrage am SRZ-Telefon. Grund dafür seien Bodenuntersuchungen gewesen, die größtenteils felsigen Untergrund als Basis für die weitere Bautätigkeit ergaben. "Das Grundstück haben wir unter Vorbehalt der Baugenehmigung gekauft, treten davon aber zurück, da wir uns wegen der zu erwartenden Mehrkosten bei der Erschließung mit der Erbengemeinschaft bis dato nicht auf eine spürbare Reduzierung des Verkaufspreises einigen konnten", sagt der GbR-Vertreter.

Wie vom Firmensitz in Mannheim weiter zu erfahren war, sondieren die Eigentümer gegenwärtig den Markt, um für das Grundstück einen Käufer zu finden, der bereit sei, den von ihnen angedachten Kaufpreis zu zahlen. "Wir können diese Vorstellungen leider nicht teilen, haben aber weiter Interesse an diesem Areal, um das von uns angedachte Projekt doch noch realisieren zu können", betont Burkhard Wagner. Er gehe jedenfalls nicht davon aus, dass die Eigentümer Investoren finden, die das Grundstück gemäß ihrer Preisvorstellung kaufen werden.

"Für uns rechnet sich das Objekt vorerst nicht, sollte es nach der Sondierung der Eigentümer einen geringeren Kaufpreis geben, würden wir uns freuen, wenn sie wieder auf uns als Interessenten zugehen", so der Geschäftsführer von Hensel Immobilien im Pressegespräch.

Nach Wünschen des Stadtrates soll auf diesem Areal westlich des Aldi-Gebäudes (der dm-Markt ist nicht eingezeichnet) Gewerbe rund ums Auto ansiedeln. Zurzeit stockt das Vorhaben allerdings, der Investor zögert.
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