(mlg) Fachleute sprechen von "Realbrandausbildung". Sie soll Einsatzkräfte praxisorientiert auf ihre bevorstehenden Aufgaben als Atemschutzgeräteträger vorbereiten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon stellt der Landesfeuerwehrverband Bayern in Zusammenarbeit mit der Firma Dräger den Feuerwehren in Bayern mit einem feststoffbefeuerten Brandcontainer zur Verfügung.
Aufgabe der Feuerwehr ist nicht mehr nur die Brandbekämpfung: Statistisch gesehen hat sich die Häufigkeit der Einsätze vor allem hin zur technischen Hilfeleistung verlagert. Doch gerade diese an sich positive Entwicklung der abnehmenden Brandeinsätze stellt Atemschutzgeräteträger bei einem Zimmer- oder Gebäudebrand vor ständige Herausforderungen: Ihre praktische Erfahrung sinkt mit den Einsatzzahlen.
Praxisnah geübt
Um so wichtiger ist die Möglichkeit, hier praxisnah zu üben - in diesem Fall mit der mobilen Ausbildungsanlage, die unter der Leitung des Atemschutz-Ausbildungsteams der Großgemeinde in Vilseck Station machte.
Insgesamt 57 Geräteträger der Wehren Auerbach, Freihung, Hahnbach, Hirschau, Königstein, Neukirchen, Rosenberg, Schlicht, Sigl, Sorghof, Sulzbach, Süß, Vilseck und Weigendorf nahmen an insgesamt acht Trainingseinheiten teil.
Neben der praktischen Ausbildung gab es auch eine Theorie-Schulung. Themen waren Gefahren im Innenangriff, der Umgang mit dem Strahlrohr und das richtige Ablegen der Einsatzkleidung, um nicht sich selbst und andere in Gefahr zu bringen ("Kontaminationsverschleppung").
Wenn Rauchgas zündet
Mithilfe des Brandcontainers können die Aktiven unter Atemschutz lernen, Brandrauch richtig zu deuten und sich auf mögliche Szenarien im "Innenangriff", also beim Einsatz in Gebäuden, vorzubereiten. Eine wirklich heiße Angelegenheit: Beim praktischen Training werden Rauchgasdurchzündungen bei Temperaturen zwischen 800 bis 900 Grad simuliert. Und die Teilnehmer trainieren, wie sie bei einem solchen Phänomen reagieren müssen.
Die Kreisbrandinspektoren Christof Strobl und Peter Deiml sowie Kreisbrandmeister Michael Iberer betonten als Vertreter der Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach die Notwendigkeit solcher Übungsanlagen für Atemschutzgeräteträger.



















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