Es stammt wohl aus den fünfziger Jahren, das Gebäude mit der Adresse Hauptstraße 44. Darin residierte jahrzehntelang die Betriebskrankenkasse der Maxhütte, auch der Werksarzt hatte dort sein Sprechzimmer. Nach dem Konkurs stand es lange leer und wurde dann an eine Gruppe chinesischer Investoren verkauft. Doch die gaben die Immobilie nach drei Jahren wieder zurück.
Dann erwarb Ludwig Hetzenegger das Grundstück von der Aicher-Stiftung. Der Unternehmer aus Thalmassing bei Regensburg hat bereits in der Poststraße 13 mit der Neugestaltung des alten Heldrich-Komplexes ein Zeichen gesetzt: "Rosenbergs neuer Mitte". Dort sind unter anderem Fitness-Studio, Reha-Betrieb, Tanzschule, Café, Physio-Praxis und das Musik- und Kulturzentrum MuK angesiedelt. Geplant sei, das verriet Hetzenegger im Gespräch mit unserer Zeitung, eine neue Boulder-Halle für die Kletter-Fans der Oberpfalz, ebenso eine Kickbox-Halle.
Wegen der Besucher all dieser Stätten, die auch mal länger bleiben, entsteht jetzt eine Übernachtungsmöglichkeit in Hauptstraße 44. Im teils entkernten und komplett sanierten Haus werden dann sechs Appartements im ersten und fünf weitere, größere im zweiten Obergeschoss auf Gäste warten. Ein heller Frühstücksraum mit Küche entsteht ebenso wie moderne Bäder und die technische Ausstattung der Appartements.
Im Erdgeschoss residiert die Verwaltung und Buchhaltung beider Firmen des Unternehmers, der Helu-Immobilien- und der Helu-Innovationszentrums-GmbH. Hier wird es zwei neue Arbeitsplätze geben, hier finden die Planungskonferenzen für das Großprojekt in Thalmassing bei Regensburg statt, ebenso Seminare und Sitzungen. Investiert wird rund eine halbe Million Euro.
"Wir wollten den Charme des alten Hauses erhalten", beschreibt Hetzenegger die erfolgreichen Bemühungen, vorhandene Trennwände aus Eichenholz, ebensolche massive Schwingtüren und andere Gestaltungsmöglichkeiten aufzubereiten und in die moderne Ausstattung zu integrieren. "Jetzt bekommt noch die Treppe ihre Holzelemente, und dann können wir im Juli einziehen", meint der Investor nach einem Rundgang durch die komplett modernisierten Räume, die teils Stuckverzierungen aufweisen.
Das Fundament musste an der Südseite auf zwei Meter unterfangen werden. Jetzt werden die weißen Planen bald verschwinden, die dem Gebäude einen Christo-mäßigen Anblick verschafften. Nach der Gestaltung des Außenbereichs hat Rosenberg dann ein modernes Funktionsgebäude mehr. Die Zeiten des Leerstands sind hier definitiv vorbei.














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