28.07.2020 - 14:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Gemeindereferent Martin Melchner verlässt nach 19 Jahren Rosenberg

Auf den kirchlichen Mitarbeiter warten neue Aufgaben in Ammersricht und Hahnbach.

Die Familie mit Ehefrau Martina sowie den beiden Töchtern Veronika und Magdalena waren für Martin Melchner in seinem langjährigen Wirken in der Pfarrei Herz-Jesu eine große Stütze.
von Redaktion ONETZProfil

Fast ein halbes Arbeitsleben - nämlich 19 Jahre - hat Gemeindereferent Martin Melchner die Geschicke der Pfarrei Herz Jesu mitgestaltet. Nun wechselt er in die Pfarrei St. Konrad Ammersricht und übernimmt Schulstunden in Hahnbach; jeweils mit einer halben Stelle. Melchner wurde am Sonntagabend im Pfarrgarten verabschiedet.

Der scheidende pastorale Mitarbeiter hat nach seiner Schulzeit eine Ausbildung zum Werkzeugmacher absolviert. Zu dieser Zeit engagierte er sich schon als Oberministrant in der Pfarrei St. Marien unter dem damaligen Dekan Fritz Brechenmacher. Nach seiner Bundeswehrzeit nahm er das Studium an der Fachakademie für Gemeindepastoral in Neuburg an der Donau auf, das er 1996 abschloss. Seine ersten Sporen als Gemeindeassistent verdiente er sich in der Pfarrei Theuern/Ebermannsdorf. Fünf Jahre später trat er dann seine Stelle in Rosenberg Herz Jesu an. Seine Chefs waren der mittlerweile verstorbene Bischöflich-Geistliche Rat Lorenz Hägler, dann Winfried Larisch und seit 2006 Pfarrer Thomas Saju. "Ich habe in dieser Zeit viel gelernt, ein tolles Miteinander erlebt und nur gute und tolle Chefs", blickte Melchner auf seine bisherigen Berufserfahrungen zurück.

Unter Leitung von Susanna Müssig-Wilczek gestalteten Kirchen- und Spontanchor mit Unterstützung von Keyboard und Gitarre einen Gottesdienst mit sehr viel Elan. Als Zelebrant leitete Dekan Christian Schulz die Feier. Pfarrer Thomas, der wegen der Pandemie einige Monate in seiner Heimat Indien ausharren musste, kehrte zwar vor einigen Tagen nach Rosenberg zurück, lebt aber noch in Quarantäne. Er verfolgte die Messe von einem Fenster des Pfarrhofs aus.

Kirchenpfleger Michael Hering bescheinigte dem Gemeindereferenten einen gewissenhaften und eifrigen Dienst. Viele junge Menschen habe er durch seine offene Art und sein lebendiges Zeugnis beispielsweise für den Dienst am Altar begeistern können. Zweiter Bürgermeister Günter Koller bedauerte, "dass der Martin das gelobte Land verlässt" und bedankte sich für das Formen junger Menschen auch unter religiösen Aspekten. David Martynek ließ für die Messdiener der Pfarrei Erinnerungen an viele gemeinsame Unternehmungen, Gruppenstunden oder Leiterrunden wachwerden: "Servus Martin, wir werden Dich vermissen!"

Pfarrer Thomas erinnerte von seinem Fensterplatz aus an die schönen gemeinsamen Jahre in der Pfarrei. Er lobte die offene Zusammenarbeit, den Fleiß, das Engagement und die Konstanz von Martin Melchner.

Der scheidende Gemeindereferent hatte eine Collage mitgebracht. Eine Seite zeigte die Kirche Herz Jesu, die andere versammelte Bilder aus seiner Zeit in Rosenberg. "Die Pfarrei Herz Jesu ist lebendig und bunt, und ich bin froh und dankbar über die erfüllte Zeit, die ich hier verbringen durfte", schloss er. Als Symbol durfte sich jeder Gottesdienstbesucher einen kleinen Baustein mit nach Hause nehmen, um am Reich Gottes mitzubauen.

Von links: Der scheidende Gemeindereferent Martin Melchner, Pfarrer Thomas Saju und Dekan Christian Schulz.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.