Sulzbach-Rosenberg
Update 01.02.2019 - 13:49 Uhr

Hauptsache, in den Songs steckt Leidenschaft

Der Name bedeutet so viel wie geradlinig oder direkt: Bei den Musikern der Band Straight2H trifft er genau auf den Punkt.

von MÜB
Bei der letzten Zugabe verließ Anita Kinscher das Mischpult, schnappte sich ein Mikrofon und unterstützte Straight2H auf der Bühne beim Gesang. Bild: müb
Bei der letzten Zugabe verließ Anita Kinscher das Mischpult, schnappte sich ein Mikrofon und unterstützte Straight2H auf der Bühne beim Gesang.

Vom ersten Stück an nahm der Zauber der Songs das Publikum im Capitol gefangen. Straight2H spielte an diesem Abend zum letzten Mal sein Winterprogramm. Mit seiner unaufgeregten, angenehmen Stimme stimmte Hermann Stadler passende Bluesstücke an, die mit Eigenkompositionen abwechselten - eine musikalische Reise in die 80er und 90er-Jahre.

Neben Hermann Stadler (Mundharmonika und Gesang) standen Gerhard Legat (Gitarre, Dulcimer und Nyckelharpa), Daniel Müller (Bass), Stefan Brunner (Schlagwerk) und Helmut Schuster (Gitarre und Gesang) auf der Bühne. Besonderen Applaus ernteten sie für ihre Interpretation von Dave Brubecks "Take Five". Der Klassiker ist für seinen auffälligen 5/4-Takt bekannt. Bei Straight2H wird er mit "Living in the Past" von Jethro Tull verschmolzen.

Das Publikum war bereits mit den ersten Takten voll dabei. Die Soli von Gerhard Legat auf Nyckelharpa und Dulcimer bescherten einen seltenen Hörgenuss. Ebenso begeisterte der spanische Flamenco auf der Gitarre mit schnellen Rhythmen. Hermann Stadler widmete sich Beziehungsproblemen in einer Song-Trilogie. "Dirty Mind" dreht sich um schmutzige Fantasien, im "Frank Song" von Tom Waits wird das Leiden der Männer unter den Frauen besungen, und bei "Blood on the Floor" schildert Fleetwood Mac die blutige Rache des hintergangenen Mannes.

So ging es auch nach der Pause weiter - Hauptsache, es stecken genügend Gefühle und Leidenschaft in den Songs. Zum Abschied wurden noch zwei Zugaben angekündigt. Mit "On a Winters Night", bei dem Anita Kinscher das Mischpult verließ und den Gesang unterstützte, endete ein gelungener Abend im Capitol.

Mit seinen Soli an Dulcimer, Gitarre oder hier auf der Nyckelharpa begeisterte Gerhard Legat das Publikum. Bild: müb
Mit seinen Soli an Dulcimer, Gitarre oder hier auf der Nyckelharpa begeisterte Gerhard Legat das Publikum.
 
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