11.03.2019 - 17:06 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Historische Zeitreise im Museum

Museum kann so spannend sein: Ganz besonders am Museumstag, wenn Vereine den Besuchern vorführen, wie das Leben früher war. Da kann sogar ein verregneter Sonntag zum Genuss werden.

Am Modell der Stadt Sulzbach läßt Tanja Weiß Geschichte lebendig werden
von Helga KammProfil

Ein interessanter Spaziergang durchs Haus mit Tanja Weiß, die Museumsrallye für Kinder und die Einkehr im Museumscafé des Fördervereins waren einige der Höhepunkte des sechsten Sulzbacher Museumstages. Bei diesem "Aktionstag der Vereine" stellten sich die Gruppe Stiber-Fähnlein, der Verein 30-jähriger Krieg/Gernots Gefolge, der Hüttenverein, der Rosenberger Krippenweg, der Arbeiterkameradschaftsverein und viele andere in den Dienst dieser Sache. Vor allem die Stiberer unter ihrer Chefin Tanja Weiß hatten keine Mühe gescheut, um den Museumstag wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Im Museums-Innenhof glühte das Feuer in einer Original-Schmiede, nebenan in der "Färberey" wurde Tuch behandelt und im Eingangsbereich zeigte die "Seilerey" ihre alte Technik.

Das Leben früher

Viele Hinweisschilder führten die zahlreichen Besucher zu den Stationen im gesamten Museum, an denen über das Leben früher, alte Handwerke und auch über die historischen Vereine informiert wurde. Die Museums- und Stadtgeschichte waren ebenso Themen wie Ahnenforschung und die Entwicklung von Sterbebildern oder das mittelalterliche Strafrecht. Die Besucher erfuhren, wie ein Wams von Hand genäht wurde, wie Nesselbänder geflochten und bunte Borten gewebt werden. Krippenbau und das Bemalen von Eiern für den Osterbrunnen, Handspindel und Webstuhl, die Korbflechterei, die Stiber-Hexe in ihrer Kräuterapotheke oder der Braukessel von "Brauvaricum Rosenberg" - es gab viel zu schauen, zu fragen und zu erklären. Mit Leidenschaft, Humor und enormem Wissen lotste Tanja Weiß die Besuchergruppen von Station zu Station, stellte die Akteure vor, erzählte Anekdoten und Geschichten.

Ein voller Erfolg

Die vielen Kinder, die mit Eltern und Großeltern gekommen waren, konnten in einem Museums-Quiz Kino-Gutscheine, Bücher oder Ritterschilder gewinnen. Ihr Interesse fanden auch handgemachte historische Brettspiele der Stiber-Kinder. An vielen Stationen durfte gespielt und mitgemacht werden, im Café auch probiert: Kuchen und Torten des Fördervereins. Auch in seinem sechsten Jahr war der Museumstag ein voller Erfolg, geriet dem Museum und den Vereinen zur Ehre und war für die Besucher aus Stadt und Land die beste Art, einen verregneten Sonntag zu verbringen.

Nesselbänder und -spitzen fertigen Thomas, Simone und Antonie (rechts) vom Stiber-Fähnlein
Bürgermeister Michael Göth als Glücksbringer für die Kinder, die beim Quiz mitgemacht haben. Tanja Weiß hat die Antworten in ihrem Korb.
Die kunstvoll bemalten Eier der Frauen vom Arbeiterkameradschaftsverein schmücken demnächst den Osterbrunnen
Brettchenweben heißt die Technik, mit der Angela bunte Borten herstellt
An historischen Brettspielen durften sich die Kinder versuchen

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