18.08.2019 - 18:24 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kirwa-Freuden in Vollendung

Wenn sich eine riesige Fichte vom Luitpoldplatz erhebt und ihr Haupt in den blauen Himmel reckt, dann ist Woizkirwa-Zeit. Drei Tage geht es rund mit Musik, Tanz und Gesang. Am Sonntag stieß das Baumaustanzen wieder auf großes Interesse.

von Autor MAGProfil

Mit dem Baumaufstellen startete am Samstag um 13.30 Uhr die 61. Sulzbacher Woizkirwa. Der 31 Meter lange Riese wurde in etwa 130-minütiger schwerster Handarbeit von der Waagrechten wieder in seine ursprüngliche Senkrechte gewuchtet. Die Rösser von Gerhard Pickel zogen das Langholzgespann unter dem Geläut der Kirchenglocken, voran die Stamm-Blasmusik und Verantwortliche der Stadt und Kirwagemeinschaft, vom Bauhof zum Luitpoldplatz. Das anschließende Aufstellen unter Anleitung von Zimmerermeister Christian Steger ging reibungslos über die Bühne. Unterstützung in flüssiger Form boten die Kirwamoila immer wieder den Burschen und Helfern an den Schwalben während der Hebepausen an. Das Prachtstück stand nach einigen Korrekturen um 16.15 Uhr kerzengerade am Luitpoldplatz. Zum Feiern rund um den Löwenbrunnen mit Blasmusik und Gaumenfreuden aus dem Fass und vom Grill bevölkerten viele Brauchtumsfreunde trotz einiger Regenschauer schon am Samstag den Festplatz.

Einsingen und Einholen

Den Sonntag läuteten um 9 Uhr die Kirchenglocken ein. Die Stubenmusik und Gruppen der Trachtenvereine Stamm und ,Birgland schmückten heuer den Festgottesdienst in der Christuskirche aus. Bei saueren Bratwürsten und Musik konnten sich anschließend die Gäste am Kirwaplatz stärken. Mit dem Einsingen der Boum und Musikanten im Gasthaus Pamler begann am Nachmittag das eigentliche ,,Zeremoniell". Auch die Moila verteilten sich zu diesem Zeitpunkt schon in den Wirtshäusern Sperberbräu, Taverne Korfu und Bayerischer Hof, um in Erwartung des Kirwazuges eine angemessene Zeche zu hinterlassen.

Gegen 15 Uhr sammelte sich dann der ganze Kirwa-Tross zum Einholen der Moila. Voran einige Verantwortliche der Kirwa-Gemeinschaft, die Blasmusik des Stammvereins und der Schoufbätz sowie der Schubkarren mit flüssigem ,,Treibstoff'' für unterwegs durch die Altstadt. Am Kirwaplatz unterhielten derweil die Birgländer Musikanten die Gäste. Beim ersten Halt vorm Sperberbräu ging's dann nach dem Auslösen der Moila durch ihre Burschen mit mehreren Tanzrunden kräfteraubend zur Sache - auch die anderen Wirtshäuser folgten. Beim anschließenden etwa halbstündigen Austanzen des Wahrzeichens und dem Singen der überlieferten Lieder kürte der Wecker Laura Gurdan und Christian Aufschneider zum Oberkirwa-Paar. Ein seidenes Schultertuch für "Sie" und ein Steinkrügel für ,,Ihn" waren der Lohn fürs Mitmachen.

Heute zünftige Noukirwa

Zur Oberpfälzer Blasmusik der Birgländer Musikanten und der Stamm-Blasmusik sowie festen und flüssigen Genüssen bevölkerten abends viele Gäste aus Stadt und Land bis spät in die Nacht den Woizkirwa-Platz rund um den Sulzbacher-Löwenbrunnen. Zur heutigen Noukirwa mit dem Austanzen der Alten sind wieder alle Brauchtumsfreunde eingeladen.

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