13.10.2019 - 14:52 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kostümprobe zum Theaterstück "Der erste Amtsarzt"

"Wir machen das jetzt noch einmal - mit mehr Körperspannung und Konzentration, bitte!", sagt Regisseur Florian Wein nach einem nicht ganz geglückten Auftritt. Es ist Kostümprobe zum Theaterstück "Der erste Amtsarzt"

Zum dramatischen Finale treffen der Amtsarzt (Bernhard Beer, rechts) und die anderen Beteiligten in der Sulzbacher Hofapotheke aufeinander.
von Autor GACProfil

Obwohl alle Schauspieler im Stück "Der erste Amtsarzt" Laien sind, stellt er professionelle Ansprüche. Schließlich soll das zahlende Publikum später von der Spannung des Theaters ganz gefangengenommen sein, so sein Wunsch.

Ein großer Erfolg war der historische Roman "Der erste Amtsarzt" von Helma Koch. So groß, dass Koch mit Hilfe des Theaterprofis Wein ein Stück daraus gemacht hat. Die Geschichte und auch die handelnden Personen, von denen Buch und Stück erzählen, sind historisch belegt; allen voran Dr. Christoph Raphael Schleis von Löwenfeld, der erste Amtsarzt in Sulzbach. Er wird unfreiwillig zum Detektiv, nachdem eine Bäuerin verschwunden ist und die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommt. Bevor der Amtsarzt die überraschende Lösung des Falls findet, muss er nicht nur auf dem Bauernhof und bei der Polizei, sondern auch in der Hofapotheke und der Seidelschen Druckerei recherchieren.

Das Buch ist gleichzeitig ein historischer Roman und ein Krimi. "Im Theater muss man stärker fokussieren", sagt Regisseur Wein. Deshalb habe er sich entschieden, die Kriminalgeschichte stärker hervorzuheben. Die verschiedenen Schauplätze werden ohne Kulissen mit einfachen Requisiten dargestellt. Dafür sind die Kostüme der Darsteller umso bunter und vielfältiger. Das hilft den Laien-Schauspielern, allesamt aus Sulzbach-Rosenberg und Umgebung, sich mit ihren Rollen zu identifizieren. Auch durch die von der Mundart gefärbte Sprache wird die Atmosphäre der kleinen Stadt am Anfang des 19. Jahrhunderts lebendig.

Die Aufführungen im Seidelsaal sind am Samstag/Sonntag, 9. und 10. November, jeweils um 19 Uhr und am Sonntag, 24. November, um 16.30 Uhr. Karten gibt es in den Geschäftsstellen der Sulzbach-Rosenberger Zeitung, der Amberger Zeitung und im Internet bei www.nt-ticket.de zum Preis von 13,95 Euro. Im Frühjahr 2020 sind weitere Aufführungen an historischen Orten vorgesehen.

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