04.09.2019 - 17:41 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Leise Gleise kommen

Die Schiene gewinnt immer mehr an Bedeutung im ländlichen Raum. Das weiß Harald Schwartz: Der Landtagsabgeordnete setzt sich für Gleis-Modernisierung ein. Jetzt gibt es grünes Licht für zwei Abschnitte zwischen Sulzbach und Schwandorf.

Der Regional-Express in Sulzbach-Rosenberg bei der Maxhütte: Auch er wird bald auf neuen Gleisen dahinrauschen.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Nach der wichtigen Weichenstellung bei der künftigen Barrierefreiheit am Amberger Bahnhof hat Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (CSU) gute Nachrichten für die Bahnstrecke von Sulzbach-Rosenberg über Irrenlohe nach Schwandorf. Hier sei ein Durchbruch gelungen: "Der Freistaat Bayern geht dabei in Vorleistung und wird die Kosten für die vorgezogene Modernisierung der Bahnstrecke übernehmen. Die Deutsche Bahn wird die Mittel dann in den Jahren 2023 und 2024 zurückbezahlen", erläuterte Schwartz im Pressegespräch mit unserer Redaktion.

Harald Schwartz (links) stellte am Sulzbacher Bahnhof dem Stadtrat und stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden Patrick Fröhlich die neuen Pläne zur Streckensanierung ab Sulzbach-Rosenberg vor.

Zwei Abschnitte

Den Abgeordneten freut dabei besonders, dass die Bauarbeiten für die Strecke Sulzbach-Rosenberg nach Schwandorf noch dieses Jahr beginnen sollen. "Die umfassende Modernisierung der Schieneninfrastruktur ist für uns im ländlichen Raum besonders wichtig. Somit kann die Bahn für Pendler und Reisende attraktiver gemacht und ein Beitrag zu mehr Klimaschutz geleistet werden." Konkret geht es um den Austausch der Gleise. Er soll stattfinden auf den beiden Streckenabschnitten Sulzbach-Rosenberg-Luitpoldhütte (8,7 Kilometer) und Amberg-Hiltersdorf (6,6 Kilometer), war dazu kurzfristig im Ministerium zu erfahren. Das Investitionsvolumen wird bei rund 2,8 Millionen Euro liegen, die Maßnahmen sollen noch im Herbst beginnen - Gesamtdauer noch ungewiss.

Mit dem Bedarfsplanprojekt des Bundes (Elektrifizierung der Metropolenbahn) haben diese Maßnahmen auf der Strecke nichts zu tun, denn sie sind klassische Ersatzinvestitionen, über die die DB Netz AG als Eigentümerin des Bahnnetzes entscheidet und hierfür in der Regel Mittel des Bundes aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) einsetzt. Die Mittel der aktuellen und bis Ende 2019 laufenden Periode seien jedoch bereits aufgebraucht, so dass der Freistaat hier ausnahmsweise eine Zwischenfinanzierung mit der DB vereinbart habe, erklärt Harald Schwartz das Procedere. Die langersehnte Elektrifizierung selbst, derzeit eingestuft im Bundesverkehrswegeplan 2030 als potenzieller Bedarf, wird wohl noch ein paar Jahrzehnte auf sich warten lassen.

Schneller vorbei

Neben technischen Verbesserungen werden die Gleise, so weiß Harald Schwartz, für leisere, schnellere Züge sorgen. "Damit ist den Anliegern geholfen, wenn der Lärmpegel sinkt und Belastungen kürzer werden."

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