(wbe) Im Rahmen des Unterrichtsangebots „Glaubwürdigkeit von Medien“, das in ganz Bayern gemacht wird, kam er auf Einladung der Fachbetreuerin, Studiendirektorin Maria Raasch, in das Berufliche Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg (BSZ), um die Medienkompetenz der Schüler zu erweitern.
Der Referent erklärte zunächst grundlegende Sachverhalte wie die Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichem und privatrechtlichem Rundfunk, die Leistungen des BR Rundfunks und Fernsehens, sowie die Philosophie der Format-Programme, die sich an den bestimmten Zielgruppen der Hörer orientieren. Bei Nachrichten heiße das journalistische Prinzip: das Wichtigste zuerst. Doch vor allem muss stets die Quelle genannt werden, denn jede Nachricht muss nachprüfbar sein.
Die Fragen der Schüler führten zu den Problemen, die entstehen können, wenn durch die Art der Nachrichtengestaltung bei Lesern oder Hörern verschiedene Stimmungen erzeugt werden. Der Referent erklärte, dass im Pressekodex die Maßstäbe hinsichtlich der Berichterstattung und des journalistischen Verhaltens genau festgelegt sind. Jedoch ist bei der Berichterstattung über ein Ereignis bei der Wortwahl darauf zu achten, dass nicht alle unter Generalverdacht gestellt werden. Zum Beispiel alle Ärzte bei verpfuschten Operationen eines Mediziners oder Straftaten, die von Ausländern oder Flüchtlingen begangen werden. Auch die Interessenlage einer Organisation ist zu berücksichtigen, da die Autoindustrie andere Ziele verfolge wie Green Peace. Schiechel: "Doch Journalisten berichteten unabhängig und müssen immer beurteilen, vor welchem Hintergrund eine Information entstand." Schwerer sei es im Netz, da dort Meldungen nicht zurückverfolgt werden können und der Urheber so unbekannt sei. Wichtig sei es hier, immer nach der Angabe der Quelle zu fragen und zu überlegen, ob so etwas überhaupt möglich sei.
Kommentare von Journalisten, die die eigene Meinung zu einem Thema beinhalten, werden immer genau als solche ausgewiesen. Schwierig sei es auch beim Humor, denn was einer lustig findet, ist für den anderen vielleicht schon geschmacklos.
Interessant für die Zuhörer war auch die Information, dass man in Deutschland zwar keine Würstlbude eröffnen, aber eine Zeitung herausgeben dürfe, denn jeder habe bei uns das Recht seine Meinung in Wort und Schrift ungehindert zu verbreiten. Aber für seine Äußerungen sei jeder auch belangbar. Wichtig für die Schüler war es noch zu erfahren, wer für die Auswahl und Sendung der Lieder im Rundfunk zuständig sei.
Sulzbach-Rosenberg
16.07.2018 - 14:12 Uhr
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![Der Studioleiter des BR, Gerhard Schiechel, zeigte, wie Informationen über eine bestimmte Zielgruppe von Nutzern des Hörfunks und Fernsehens zusammengetragen werden. Weigl, Brigitte [wbe]](https://www.onetz.de/f/ic/Detailed/articlemedia/2018/07/16/3e79ce37-a5a1-4d24-acd5-a199486f962b.jpg)


















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