09.09.2019 - 17:23 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Neue Vikarin tritt Dienst in Christuskirche Sulzbach an

Promovierte Theologin ist Rebecca Scherf schon. Die nächste Etappe auf dem Weg zur Pfarrerin absolviert sie jetzt zweieinhalb Jahre lang in der Sulzbacher Gemeinde Christuskirche.

Vor dem Altar der Christuskirche (von links): Prädikantin Gabi Müller, Stadtpfarrer Roland Kurz, die neue Vikarin Rebecca Scherf, ihr Ehemann Pfarrer David Scherf und Diana Amann.
von Autor AWBProfil

Die Gemeinde Christuskirche begrüßte am Sonntag im Hauptgottesdienst ihre neue Vikarin Rebecca Scherf. Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke an der Orgel und der Posaunenchor wirkten an der Ausgestaltung mit.

Nach der Evangeliumslesung durch Prädikantin Gabi Müller und den Ehemann der neuen Vikarin, Pfarrer David Scherf, vollzog ihr künftiger Tutor und Ausbildungspfarrer Roland Kurz feierlich die Einführung. Mit dabei waren als Segensworte sprechende Assistenten der Ehemann, Freundin Diana Amann und Prädikantin Gabi Müller.

"Die Ausbildung zum Pfarrer dauert derzeit ein bisschen länger als eine biblische Berufungsgeschichte. Heute heißt es: Studium - erstes Examen - Vikariat - zweites Examen", sagte Stadtpfarrer Kurz in seiner Predigt über eine Stelle aus dem Buch Josua. Rebecca Scherf habe das erste Examen und schon eine beachtliche akademische Laufbahn hinter sich. Allerdings gebe es einige Dinge, die ihre Situation von der alttestamentlichen Geschichte über Josua unterscheide. Zum Dienstantritt stehe sie nicht planlos in der Wüste und müsse auch nicht die Gemeinde Christuskirche ins gelobte Land führen. Eines sei aber gleich: Die Zusage Gottes "Ich will dich nicht verlassen, noch von dir weichen: Sei getrost und unverzagt".

"Unsere Arbeit, die müssen wir schon selber machen. Beten und auf Wunder warten reicht nicht, damals wie heute. Aber: Wir sind bei unserer Arbeit am Reich Gottes nicht allein. Gott hat uns versprochen: Ich werde euch nicht verlassen", betonte Kurz. Wenn beide Seiten in dieser Situation getrost und unverzagt miteinander umgingen, dann hätten die Gemeinde und die Vikarin gute Chancen, dass das Urteil übereinander laute wie ein Lob in der fränkischen Heimat des Predigers: "Passt scho."

Das abschließende Predigtlied hieß "Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen". Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde im Saal unter der Kirche noch Gelegenheit zur Begrüßung und zum Kennenlernen der neuen Vikarin, die seit 1. September für die kommenden zweieinhalb Jahren in der Kirchengemeinde ihren Dienst leistet.

Zur Person :

Vikarin Rebecca Scherf

Die neue Vikarin kam 1985 in Kassel zur Welt. Privat ist sie Mutter zweier Kinder und verheiratet mit Pfarrer David Scherf, der seit 1. März 2019 in der evangelischen Kirchengemeinde Amberg-Erlöser tätig ist.

Rebecca Scherf studierte in München und Kiel und schloss ihr Studium 2013 mit dem Examen in der Evang.-Luth. Landeskirche Hannover ab. Während des Studiums arbeitete sie unter anderem am Projekt "Pastoren im KZ Dachau" mit und leistete ein halbjähriges Gemeindepraktikum in Belém do Pará in Brasilien. Sie promovierte in Kirchengeschichte bei Harry Oelke (LMU München) über "Evangelische Kirche und Konzentrationslager 1933 - 45". Ab April 2014 war sie wissenschaftliche Tutorin am Collegium Oecumenicum in München, nachdem sie ein Jahr lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Katharina Bracht an der Friedrich-Schiller Universität Jena gearbeitet hatte.

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