30.06.2019 - 17:33 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Als Prädikantin Botschaft Gottes verkünden

Schwester Gerlinde Fuchs hat ein bewegtes Leben geführt. Jetzt ist sie im Ruhestand, legt aber nicht die Hände in den Schoß. Sie sucht und findet neue Aufgaben.

Dekan Karlhermann Schötz, Diakon Bernd Deyerl, Pfarrer i. R. Hannes Ostermayer und Pfarrer Uwe Markert (stehend von rechts) segnen Schwester Gerlinde Fuchs (kniend) bei ihrer Berufung zur Prädikantin.
von Autor COGProfil
Der Posaunenchor des CVJM Rosenberg macht den Frühschoppen vor der St.-Johanniskirche akustisch zum Genuss.

Dekan Karlhermann Schötz berief Gerlinde Fuchs am Sonntag in der Rosenberger Johanniskirche zur Prädikantin. Er ging dabei auf die Bedeutung der Predigt in einer missionarischen Kirche ein.

In der heutigen Zeit, führte er aus, basteln sich viele Menschen eine Mischung aus Christentum, Buddhismus, Esoterik, Spiritismus und Magie, weil sie ohne Übersetzung keinen Zugang mehr zu Worten wie „Gott, Gnade, Glaube, Kirche“ finden. Deshalb, so der Dekan, „brauchen wir immer wieder Menschen, die die Botschaft Gottes verkündigen.“ Missionarische Kreativität sei erforderlich für die frohe Botschaft, dass Gott ein erfülltes und glückliches Leben für alle seine Menschenkinder will.

Als Prädikantin sei Gerlinde Fuchs aufgerufen, den christlichen Glauben überzeugt und überzeugend zur Sprache zu bringen. Dabei sei es das Ziel, die Liebesbewegung Gottes in die Welt zu bezeugen und fortzusetzen. Aber eine missionarische Kirche, schloss Dekan Schötz, sei nicht allein für das Seelenheil von Menschen verantwortlich, sondern auch für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung: „Sie engagiert sich deshalb für Solidarität, Toleranz und Zusammenhalt in der Gesellschaft.“

Der Dekan stellte der Schwester dann die Verpflichtungsfrage. Sie antwortete: „Ja, mit Gottes Hilfe“, dann segneten der Dekan, Pfarrer Uwe Markert, Pfarrer im Ruhestand Hannes Ostermayer und Diakon Bernd Deyerl, der Cousin der Prädikantin, diese mit Handauflegen und Bibelsprüchen ein.

Sr. Fuchs dankte für das Vertrauen. „Das Evangelium, wenn wir es glauben, macht uns frei von allem Hochmut und anderen Sünden“, erklärte sie. Diese Botschaft des Evangeliums gebe etwas, was keine Wissenschaft bieten könne, nämlich die Versöhnung mit Gott. Sie wolle dazu beitragen, das zu verbreiten. Deshalb sei sie Prädikantin geworden. In den Fürbitten bat sie um den Mut zum Glauben.

Sehr festlich wurde der Gottesdienst von Doris Weidner an der Orgel und dem Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Kurt Lehnerer gestaltet.

Nach dem Gottesdienst traf sich die Gemeinde im Schatten vor der Kirche zu einem musikalischen Frühschoppen, den die Bläser mit frohen Weisen umrahmten. Die evangelischen Rosenberger nutzten gern diese Gelegenheit, Schwester Fuchs noch näher kennenzulernen.

Zur Person:

Gerlinde Fuchs

Die gebürtige Rosenbergerin entschloss sich unter dem Einfluss des damaligen Rosenberger Pfarrers Georg Hammer, bei dem sie konfirmierte, Diakonisse zu werden. So absolvierte sie eine zweijährige Ausbildung und besuchte anschließend die Fachakademie für Sozialpädagogik. Dann arbeitete sie in verschiedenen Kindergärten, bis sie sich 1979 der Marburger Mission anschloss. 1981 wurde sie nach Japan gesandt, wo sie 34 Jahre lang bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand wirkte. Sie kehrte nach Rosenberg zurück, wo sie seitdem ihre Angehörigen pflegt. Für diese anstrengende Tätigkeit ist ihr Engagement ein guter Ausgleich: Sr. Gerlinde Fuchs feiert als Prädikantin Gottesdienste, außerdem bietet sie Frauenstunden an und leitet den Seniorenkreis.

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