09.09.2019 - 17:35 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Schlackenberg: Offenes Denkmal bleibt zu

Der Tag des offenen Denkmals verkehrte sich am Sonntag am Schlackenberg ins Gegenteil- denn hier war, entgegen der Ankündigung, alles zu. Hunderte oft weit angereiste Besucher warteten teils stundenlang vergeblich auf Einlass.

Ratlosigkeit den ganzen Tag über vor dem Tor zum Schlackenberg: Warum ist es nicht offen wie angekündigt? Nicht einmal die Homepage der Regierung der Oberpfalz half weiter, denn hier war der Termin gar nicht eingetragen.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil
Lange Autoschlange in der Erzhausstraße: Viele wollten am Sonntag zum Schlackenberg, keiner kam rein.

"Was habt ihr in der Zeitung denn da geschrieben?": Nur das, was aus Regensburg mitgeteilt worden war: Schlackenberg geöffnet am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Doch das Drehkreuz blieb gesperrt. Es hätte von Regensburg aus per Fernöffnung angesteuert werden müssen. Lange Autoschlangen bildeten sich in der Erzhausstraße, Menschentrauben vor dem Tor.

Am Montag machten sich viele Luft: "Peinlich, nervig, ärgerlich" überschreibt Harald Hofmann seinen Leserbrief: "Am Tag des offenen Denkmals war in der SRZ-Ausgabe vom Mittwoch, 4. September, unter anderem die Öffnung des Maxhütten-Schlackenbergs von 10 bis 16 Uhr angekündigt. Wir waren wenige Minuten nach zehn vor Ort, und es wartete bereits ein gutes Dutzend Leute, die sich mit Auto und Fahrrad auf den Weg gemacht hatten. Nichts passierte, kein Zugang, keine Information. Es gab diverse Vermutungen über eine Falschankündigung in der Zeitung oder Gründe für eine Verspätung der Öffnung, und so verließen die Leute allmählich enttäuscht den Platz vor dem Eingang.

Am Nachmittag kurz nach zwei versuchten wir es noch einmal. Zwanzig bis dreißig Autos säumten die Erzhausstraße. Wenn der Andrang in den Stunden davor und danach ähnlich groß war, dann mussten weit über Hundert Interessierte das gesperrte offene Denkmal frustriert wieder verlassen haben. Offensichtlich eine Panne bei der Organisation. Ich hielte eine Erklärung oder vielleicht sogar eine Entschuldigung bei den zahlreichen vergeblich Wartenden für angebracht."

Auch ein anderer Leser äußert sich im Onetz: "Bereits ab 10 Uhr versuchten interessierte und neugierige Leute den Schlackenberg zu erkunden. So auch ich, leider ohne Erfolg, um 15 Uhr war das Drehkreuz immer noch verschlossen. Wir waren nicht die einzigen. Laut Zeitungsbericht wäre dies möglich gewesen, laut Website der Regierung der Oberpfalz ist am 8. September kein Öffnungstermin eingetragen. Wem ist hier ein Fehler unterlaufen?"

Abstimmungsproblem

Die Regierung der Oberpfalz nahm am Montag per Pressestelle dazu Stellung: "Leider lag hier ein bedauerliches Missverständnis zwischen der Stadt und der Regierung der Oberpfalz vor. Die Stadt hatte vor längerer Zeit angefragt, ob die Regierung grundsätzlich dazu bereit wäre, sich mit dem Schlackenberg am Denkmaltag zu beteiligen. Die Regierung signalisierte grundsätzlich ein Ja, erklärte jedoch, dass für den Denkmaltag dann besondere Maßnahmen getroffen werden müssten (z.B. zusätzlicher Sicherheitsdienst)."

Die Stadt sei darauf nicht mehr zu dem Thema auf die Regierung zugekommen, sei wohl von einer Beteiligung ausgegangen "und hat den Schlackenberg, ohne dies mit uns abzustimmen, in ihr Programm aufgenommen. Es tut uns sehr leid, dass infolge dieses Kommunikationsproblems Besucher vor verschlossenen Türen standen. Wir werden von unserer Seite künftig dafür Sorge tragen, dass so etwas nicht mehr passiert. Für alle, die leider am Sonntag vor verschlossenem Tor standen, bieten wir am kommenden Wochenende und in der nächsten Zeit kostenlosen Zugang an, gemäß unserer im Internet veröffentlichten Termine."

Zu den Terminen auf der Website der Regierung

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