12.12.2019 - 15:18 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Mit dem Stadtlauf Klima retten

Zum zweiten Mal gab es nach 2017 heuer keinen Stadtlauf. Jetzt springen die FWU in die Bresche und übernehmen das Ruder. Sie wollen ab 2020 den Stadtlauf organisieren. Zusätzlich gibt es die klimaschützende Erweiterung Future-Run.

Für viele Kinder war der Start bei den Stadtläufen eine Ehrensache – jetzt können sie damit auch noch Gutes tun.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Jahrzehntelang war der Stadtlauf nach Ansicht der Freien Wähler Umland (FWU) wichtiger Teil des Altstadtfestes. Er hatte Magnetwirkung, zog Sonntagmorgen Massen in die Innenstadt. Nachdem er 2019 erneut mangels Organisatoren ausfiel, soll sich die Läufergemeinde bald wieder freuen können, denn die FWU wird beim Stadtlauf ab dem Jahr 2020 die Zügel in die Hand nehmen.

Einsatz für die Umwelt

Wie die FWU beim Pressegespräch im Brauereigasthof Sperber informierten, möchten sie das Altbewährte um einen guten Zweck bereichern: Angesprochen werden sollen von einer Neuerung vor allem Jugendliche werden, die Verantwortung für die Umwelt und mehr Mitgestaltung übernehmen wollen.

Das neue Stadtlauf-Logo auf den druckfrischen Info-Mappen präsentiert das FWU-Organisations-Team mit (von links) Mike Schulz, Alexandra Ottmann, Inge Girbert, Stefan Thar und Peter Ehm.

"Wir wollen den 32. Stadtlauf zum ,Future-Run 2020' deklarieren und aktiv etwas für unser Klima vor Ort tun", erklärt Alexandra Ottmann vom Orga-Team. Um dem Ganzen ein neues Gesicht zu verleihen, sei auch ein neues Logo entwickelt worden. Laut den Ausrichtern der früheren Läufe sei es Jahr für Jahr schwerer geworden, Jugendliche zur Teilnahme zu bewegen. "Beim 1. Sulzbach-Rosenberger Future-Run kann die Jugend - und wenn sich genügend Unterstützer finden auch alle Teilnehmer - allein durch ihr Mitmachen etwas für unser lokales Klima tun", merkt Inge Girbert an. Wie Stefan Thar bei der Presseinformation erklärt, sollen über eine möglichst große Zahl an Sponsoren für gelaufene Kilometerstrecken Baumsetzlinge gekauft und später im Stadtwald gepflanzt werden.

Jugend soll mitgestalten

"Der Bürgermeister und die SPD-Stadtratsfraktion haben sich erst kürzlich über den Zustand unseres Stadtwaldes informiert. Zwar sind die Schäden bei uns durch Borkenkäfer und Klimawandel noch nicht so gravierend, aber man war sich einig, dass der Wald wenig Chancen hat, die Bedrohungen langfristig zu überstehen. Fachleute betonen, dass ein Umdenken dringend notwendig ist. Eine Maßnahme muss langfristig die Umgestaltung in Mischwälder sein", sagt Stefan Thar. Nach Auffassung der FWU soll die Jugend mit dem Future-Run direkt mitgestalten können und über zahlreiche Teilnahme die Aufforstung im Stadtwald mitbewirken.

Wie der kommunalpolitisch aktive Verein weiter ergänzt, liefen derzeit Gespräche mit den Sponsoren. Die Veranstalter strahlen hier viel Zuversicht aus, da es bereits erste Sponsoring-Zusagen gebe. Mitorganisator Thar erklärt: "Leider können wir noch nicht sagen, welche Strecke für einen Baumsetzling gelaufen werden muss, denn das ist ganz abhängig von den Sponsoren und der Gesamtsumme, die wir für den Baumkauf zur Verfügung haben werden."

Wie Mike Schulz vom Orga-Team ergänzend ergänzt, könne man auf jeden Fall sagen, dass der Stadtlauf stattfinden werde und dass die Teilnehmer nicht nur für Preise, Ehre und das Stadtlauf-T-Shirt, sondern auch für das hiesige Klima laufen würden.

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