Update 23.04.2019 - 18:57 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stromausfall in Sulzbach-Rosenberg: Netzbetreiber klärt über Ursachen auf

Wo elektrisches Licht die Häuser erhellen sollte, bleibt es am Karsamstag in Teilen Sulzbach-Rosenbergs dunkel. Der Grund: Stromausfall. Der Netzbetreiber erklärt, was geschehen war. Bürgermeister Michael Göth möchte ein Gespräch führen.

Das Bild entstand gegen 21 Uhr. Unten links ist ein Teil der Rosenberger Kirche zu sehen, daneben der Friedhof (kleine rote Lichter). Am Horizont geht im Osten der Mond auf. Rechts daneben die Mariahilfbergkirche von Amberg hell erleuchtet. Das Industriegebiet von Rosenberg ist vom Stromausfall nicht betroffen gewesen.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Als am Karsamstag die Sonne untergegangen war, blieb es dunkel in Teilen Sulzbach-Rosenbergs. Stromausfall. Betroffen waren ganze Straßenzüge am Südhang des Annaberges und die Fröschau. Eine halbe Stunde später wurde es für einen Teil der Betroffenen wieder hell in den Wohnungen. Der Stromanbieter N-Ergie aus Nürnberg hatte die Häuser wieder ans Netz gebracht. Bis aber auch die letzten Betroffenen wieder Strom hatten, war es schon fast Mitternacht.

Diesmal 3000 Haushalte

Dabei drängt sich die Frage auf: Passiert das jetzt öfter in Sulzbach-Rosenberg? Schließlich gab es einen ähnlichen Vorfall nur wenige Wochen davor. Anfang April mussten einige Sulzbach-Rosenberger rund eine Stunde lang ohne Strom auskommen. Damals nannte N-Ergie zwei defekte Mittelspannungskabel als Ursache für den Ausfall.

Der Blackout diesmal hatte andere Gründe, weiß Annemarie Endner. Sie ist die stellvertretende Pressesprecherin des Stromanbieters. In einer E-Mail teilt sie mit, ein technischer Defekt "an einem Betriebsmittel in einer Ortsnetzstation" sei für den neuerlichen Ausfall verantwortlich gewesen. Ortsnetzstation? Betriebsmittel? In einem Telefonat mit Oberpfalz-Medien klärt Endner auf: Bei einer Ortsnetzstation handele es sich um eine herkömmliche Trafostation, in der elektrische Energie von Mittelspannung auf Niederspannung zur allgemeinen Stromversorgung transformiert wird. Innerhalb des Trafohäuschens sei es zu einem Defekt an einer Grundschiene gekommen. Endner: "Dabei handelt es sich um eine Art Knotenpunkt, an dem die einlaufenden und auslaufenden Stromleitungen zusammentreffen." Sie fügt an: "Was genau diesen Defekt ausgelöst hat, das können wir derzeit noch nicht sagen". Insgesamt 3000 Haushalte im Stadtgebiet waren es, die am Karsamstag, teils bis Mitternacht, ohne Strom waren. Das ergaben die Untersuchungen bisher.

Intensives Gespräch

Bürgermeister Michael Göth teilte auf Anfrage mit, dass er sich in nächster Zukunft um ein intensives Gespräch mit dem Energieversorger bemühen werde: "Wir wollen Aufklärung darüber, was die Ursachen für die Stromausfälle in letzter Zeit waren. Die Stadt nimmt hier ihre Verantwortung für die Bürger sehr wohl wahr." Schließlich stehe die Energieversorgung der Bevölkerung an erster Stelle.

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