07.11.2018 - 16:59 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sulzbach-Rosenberg steht im Koalitionsvertrag

CSU und FW haben sich festgelegt: Dsas Fraunhofer-Umsicht-Institut in Sulzbach-Rosenberg soll aufgewertet werden

Das Fraunhofer-Umsicht-Institut in Rosenberg soll laut Koalitionsvertrag eine deutliche Stärkung erfahren
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Der Koalitionsvertrag der neuen bayerischen Regierung aus CSU und Freien Wählern bezieht sich auf viele Gebiete des öffentlichen Lebens. Forschung und Lehre ist auch ein Thema, und siehe da: Auf Seite 38 findet sich Sulzbach-Rosenberg wieder: Es geht um die Stärkung des Standortes von Fraunhofer Umsicht. Reaktionen:

Professor Andreas Hornung, Leiter Fraunhofer Umsicht, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg: "Die Aussicht auf einen Ausbau des Fraunhofer Umsicht-Standortes in Sulzbach-Rosenberg, wie im Koalitionsvertrag genannt, hat uns alle begeistert und zeigt, dass sich das Engagement des gesamten Teams in den letzten fünf Jahren ausgezahlt hat: die öffentliche Sichtbarkeit, unsere Themen, die Köpfe und nicht zu vergessen das Wohlwollen der Politik, mit Landrat Richard Reisinger an der Spitze, das passt. Unser Landrat ist stets für uns im Ring, und das zahlt sich aus, für alles, was wir mit dem Ministerium in München und dem Verkehrsministerium in Berlin in Vorbereitung haben."

Hornung zeigt sich überzeugt: Das Leuchtturmprojekt Sulzbach-Rosenberg werde die Region in die Spitze der Forschung, Entwicklung und Anwendung von erneuerbaren Kraftstoffen aus biogenen Reststoffen, aber auch dem Recycling von Elektronikschrott, Verbundwerkstoffen und Straßenbelägen bringen. Es ergäben sich Chancen für die heimische Wirtschaft und den Mittelstand, etwa durch Innovationen im Maschinen- und Anlagenbau.

Die Landwirtschaft könnte profitieren, etwa durch Möglichkeiten der Vor-Ort-Verwertung von Reststoffen wie Gülle und Klärschlamm zur Energie- oder Kraftstofferzeugung. Ebenso die Hochschulen. Hornung abschließend: "Im Schulterschluss mit dem Fraunhofer-Team in Straubing wollen wir deshalb ein neues bayerisches Fraunhofer-Institut gründen. Gemeinsam können wir es schaffen, dass Bayern Vorreiter in der Substitution fossiler Wertschöpfungsketten durch nachhaltige Lösungen wird."

CSU-Landtagsabgeordneter Harald Schwartz sieht die Entscheidung, Fraunhofer-Umsicht in Sulzbach-Rosenberg zu stärken, als "zukunftsweisend und nachhaltig." Es zeige, dass sich ein guter Draht zur Staatsregierung und dem Ministerpräsidenten sowie stetiges Werben für den Standort Sulzbach-Rosenberg auszahle. "Der weitere Ausbau der Forschungsinfrastruktur und die bisherige Arbeit der CSU für den Hightech-Standort Bayern tragen auch bei uns in der Region Früchte." Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen seien bedeutende Keimzellen für Innovation und Fortschritt.

Joachim Hanisch, Abgeordneter der Freien Wähler, erklärt die Haltung seiner Partei: "Gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern nehmen bei den Freien Wählern einen hohen Stellenwert ein. Deshalb war es für uns wichtig, auch in diesem Koalitionsvertrag zwischen FW und CSU auf die Bedeutung der Oberpfalz hinzuweisen und ein Leuchtturmprojekt in der Fläche der Oberpfalz zu realisieren. Forschung und Lehre sind dafür bestens geeignet."

Landrat Richard Reisinger bekundete Zufriedenheit mit dem Erreichten. Auch er unterstrich die Leuchtturm-Funktion des Standortes Sulzbach-Rosenberg für die Hochschulen und dessen breite Auswirkungen bis in die Wirtschaft hinein.

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