Der tragische Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag gegen 20.30 Uhr: Auf der Bundesstraße 14 bei Haid erlitt ein 17-jähriger Auszubildender tödliche Verletzungen. Der Jugendliche war mit seinem Moped auf der B 14 in Richtung Sulzbach-Rosenberg unterwegs, als sein Kraftrad wegen einer Panne nicht mehr funktionierte.
Der junge Mann steuerte an den rechten Fahrbahnrand, stellte sein Moped ab und verständigte per Handy seine Eltern. Die Mutter kam kurz darauf zur Pannenstelle, um ihren Sohn zu unterstützen. Sie stellte ihren Pkw am gegenüberliegenden Straßenrand ab und schaltete die Warnblinkanlage ein. Zu diesem Zeitpunkt stand ihr Sohn neben seinem Zweirad.
Zwei andere Autofahrer hatten kurz angehalten und sich erkundigt, ob sie helfen können. Da dies verneint wurde – die Mutter war ja schon eingetroffen – fuhren die beiden weiter. Der hintere der beiden nahm beim Anfahren hinter sich einen lauten Knall wahr und stoppte nochmals. Der vordere hatte das möglicherweise nicht gehört und fuhr in Richtung Sulzbach-Rosenberg davon.
Hinter den beiden Autos hatte sich ein tragischer Unfall ereignet: Der 17-Jährige, der neben seinem Motorrad stand, wurde von einem Pkw, der aus Richtung Weigendorf kam, erfasst und in den rechten Straßengraben geschleudert. Er war sofort ohne Bewusstsein und wurde durch Ersthelfer versorgt. Die Rettungskette lief an, Notarzt, Rettungsdienst und die Feuerwehren aus Weigendorf, Neukirchen und Sulzbach eilten zur Unfallstelle.
Die Retter brachten den lebensgefährlich verletzten Jugendlichen unter laufenden Reanimationsmaßnahmen ins St.-Anna-Krankenhaus nach Sulzbach-Rosenberg, wo er aber kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen erlag.
Der 50-jährige Fahrer des VW Golf, der den Jugendlichen erfasst hatte, stand genauso wie die am Unfallort anwesende Mutter unter Schock. Sie mussten zusammen mit den Ersthelfern durch das Kriseninterventionsteam betreut werden.
Die Staatsanwaltschaft wurde verständigt und ordnete die Hinzuziehung eines Gutachters an. Die Bundesstraße war von 21 Uhr bis nach Mitternacht komplett gesperrt. Die beiden Fahrzeuge wurden sichergestellt und abgeschleppt. Ein Alkotest beim 50-jährigen Unfallverursacher ergab 0,0 Promille. „Der Sachschaden“, so schließt der Polizeibericht, „ist im Hinblick auf die Tragik des Unfallgeschehens zu vernachlässigen.“
Die Polizei bittet nun den zweiten Autofahrer, der zunächst angehalten und dann weiter gefahren ist, sich mit dem Sachbearbeiter bei der Polizeiinspektion in Verbindung zu setzen (09661-87 44-0).













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