07.11.2019 - 13:16 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Überfall angedroht: Mit zwei Messern vor der Sparkasse

Der Mann wollte nur eingesperrt werden, löste aber mit seinem Anruf und der Ankündigung eines Banküberfalls eine blitzschnelle Polizeiaktion vor der Sparkasse in Sulzbach aus.

Diese beiden Messer stellten die Beamten aus den Taschen des Mannes sicher.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Ein Banküberfall der besonderen Art: Am Donnerstagmorgen rief ein 53-jähriger Sulzbach-Rosenberger bei der Geschäftsstelle des Amtsgerichtes in Amberg an und drohte damit, die Sparkasse in der Sulzbacher Innenstadt zu überfallen. Er habe zwei lange Messer dabei und werde das Geldinstitut in Kürze betreten.

Während er noch mit der Angestellten bei Gericht telefonierte, wurde die Polizeiinspektion am Luitpoldplatz vom Sachverhalt informiert. Uniformierte und zivile Streifenbesatzungen machten sich sofort auf den Weg zum Sparkassenplatz.

Ein Team der Ermittler der Inspektion machte dann auch auf einer Parkbank vor dem besagten Gebäude den telefonierenden Mann aus. Messer wurden zwar nicht gesehen, doch der Täter führte mehrere Taschen mit sich.

In einem günstigen Moment griffen die Ermittler zu und überwältigten den Tatverdächtigen. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiinspektion gebracht. Bei der Durchsuchung seiner Sachen fanden die Polizisten die besagten Messer und stellten sie sicher. Der 53-Jährige gab bei seiner Befragung an, dass er die Tat angedroht habe, weil er eingesperrt werden wollte. Er sei mittellos und erwarte den Widerruf einer Bewährungsstrafe.

Das Amtsgericht wurde hiervon in Kenntnis gesetzt. Auf Grund der aktuell bestehenden Fremd- und Allgemeingefahr bejahten die zuständigen Juristen eine Einweisung ins Bezirksklinikum, dort wurde der 53-Jährige in die Obhut der Fachärzte übergeben.

Den angedrohten Banküberfall konnte der 53-Jährige aufgrund des schnellen und professionellen Zugriffs durch die Zivilpolizisten nicht umsetzen. Verletzt wurde bei der Festnahmeaktion niemand.

Den Täter erwartet nun ein weiteres Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

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