Sulzbach-Rosenberg
31.07.2018 - 15:53 Uhr

Von der Werkbank zurück auf die Schulbank

Sie hatten eine bezahlte Arbeit und entschlossen sich, noch einmal zwei Jahre auf die Schulbank zurückzukehren. Das zahlt sich jetzt aus.

Das Streichquartett des Max-Reger-Gymnasiums. mfh
Das Streichquartett des Max-Reger-Gymnasiums.

(mfh) „Ich hoffe, dass Sie mit Ihrem Beruf und dem Abschluss zum Techniker eine Grundlage für ein glückliches Leben haben!“ Mit diesem Satz fasste Landtagsabgeordneter Harald Schwarz die Anstrengungen und Mühen von 25 Absolventen der Staatlichen Fachschule für Mechatronik und Elektrotechnik zusammen. Das Streichquartett des Max-Reger-Gymnasiums begleitete die Zeugnisübergabe im Gasthaus Wulfen in Kauerhof.

Der Leiter des Beruflichem Schulzentrums Amberg, Oberstudiendirektor Martin Wurdack, würdigte den nicht einfachen Schritt von der bezahlten Arbeit zurück in eine zweijährige Ausbildung. Schulgeld fiel dabei zwar nicht an, aber es werden Bücher gebraucht, die etwa 250 Euro kosten. Eine Förderung durch Meister-BAföG bzw. Aufstiegs-BAföG ist möglich.

„Die Berufsaussichten sind sehr gut“, erklärte Studiendirektor Bernhard Mikuta, Leiter der Staatlichen Fachschule für Mechatronik und Elektrotechnik. „Alle 25 Schüler dieser Abschlussklasse werden entweder von ihrem ehemaligen Betrieb wieder übernommen oder haben schon eine neue Stelle gefunden.“ Für den Rosenberger Pascal Fischer ist das beispielsweise ein neues Betätigungsfeld bei Osram in Regensburg.

Auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach Fachkräften sehr groß. Für das Schuljahr 2018/19 werden deswegen zwei Eingangsklassen gebildet. Die Aufstockung unterstreiche auch das Engagement und die Ausbildungsqualität der Schule. Studiendirektor Bernhard Mikuta: „Wir legen auch viel Wert auf die Projektarbeiten der angehenden Techniker. Dabei stehen die Entwicklung und die Anwendung von Problemlösungsstrategien wie auch die Fähigkeit, Kreativität und Flexibilität im Mittelpunkt. Die Verwertbarkeit der Arbeitsergebnisse für den Betrieb besitzt natürlich eine hohe Priorität.“

Die besten Schüler des Jahrgangs erhielten mit dem Zeugnis den Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung. Deren Urkunden nahmen die Mechatroniker Sebastian Müller und Tom Müller sowie die Elektrotechniker Wolfgang Unger, Alexander Voit und Andreas Wagemann entgegen.

Martin Preuß, Bürgermeister der Stadt Amberg, gratulierte zum erfolgreichen Schulabschluss und richtete einen Wunsch des Oberbürgermeisters Michael Cerny aus: „Bleiben Sie im Landkreis. Wir brauchen Sie!“




Auf alle Mechatroniker und Elektrotechniker wartet ein Arbeitsplatz in ihrer bisherigen oder in einer neuen Firma. mfh
Auf alle Mechatroniker und Elektrotechniker wartet ein Arbeitsplatz in ihrer bisherigen oder in einer neuen Firma.
Stolz präsentieren die Träger der Meisterpreise der Staatsregierung ihre Urkunden. mfh
Stolz präsentieren die Träger der Meisterpreise der Staatsregierung ihre Urkunden.
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