89 Polizeianwärter haben allgemeine, weitere 21 eine fachgebundene Hochschulreife, 36 den mittleren und zwei den qualifizierenden Schulabschluss plus eine abgeschlossene Berufsausbildung, seien es Kaufleute, Informatiker, Handwerker, Mediengestalter, ja sogar eine Wirtschaftsjuristin und ein Anwärter mit Bachelor, Fachrichtung Patentingenieurwesen, und Maschinenbau sind dabei. Selbst eine Sportwissenschaftlerin und Reha-Sportlehrerin, ehemalige Soldaten sowie Tanz- und Skilehrer wollen Polizistin oder Polizist werden.
Hier wohl fühlen
Bürgermeister Michael Göth meinte, er halte es weiter mit der guten alten Sulzbach-Rosenberger Tradition, die neuen Polizeianwärter in das Rathaus einzuladen. Als der größte Arbeitgeber der Stadt 1987 Insolvenz anmeldete, seien schon Gespräche geführt worden, dass die Bereitschaftspolizei sich hier ansiedeln könnte. "Nächstes Jahr feiern wir schon Dreißigjähriges, und Sulzbach-Rosenberg hat damit den schönsten Polizeistandort nördlich der Alpen". Stolz sei er auf seine Stadt, so Göth, mit nur zwei Prozent Arbeitslosigkeit und einem historischen Höchststand an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Göth hoffte, dass sich die jungen Polizisten auch außerhalb des Dienstes in Sulzbach-Rosenberg wohlfühlen, Vereine gebe es genug, Kultur werde reichlich geboten und Altstadt- sowie das Annaberg-Fest seien weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt.
Leitender Polizeidirektor Ludwig Härtl, der Abteilungsführer, gratulierte den Polizeianwärtern zur Berufswahl, denn Polizist sei kein eintöniger Beruf und biete durchaus Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. So kämen zwei Drittel des gehobenen Dienstes aus dem mittleren Dienst. Härtl unterstrich auch die Verantwortung, die ein Polizeibeamter habe, denn die Polizei sei das einzige staatliche Organ mit Gewaltmonopol, und darauf müssten sich die Bürger auch verlassen könne.
Bei jedem Einsatz sei abzuwägen, ob Eingreifen notwendig sei. Dann noch ein guter Rat des Abteilungsführers: "Achten Sie immer auf Ihre Eigensicherung!".
Zeit zum Lernen
Erster Polizeihauptkommissar Kurt Guggenberger, der Seminarleiter, meinte, dass "weit weg von zu Hause" viel Zeit zum Lernen biete - "und die 128 Franken werden sich sprachlich schon eingewöhnen". Manfred Butz, der Personalratsvorsitzende, wertete den Empfang im Rathaus als gutes Zeichen, dass Polizisten in Sulzbach-Rosenberg absolut willkommen sind.














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