23.08.2018 - 18:32 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Wittich verkauft an Schweizer

Die Verträge sind unter Dach und Fach: Der Stäubli-Konzern aus dem schweizerischen Pfäffikon beteiligt sich mit 70 Prozent an der Wittich-Fertigungstechnik in Sulzbach-Rosenberg. Für die rund 85 Mitarbeiter ändert sich nur der Firmenname.

Mit Transportsystemen von WFT können lange und schwere Bauteile in alle Richtungen bewegt werden.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Der Stäubli-Konzern - nach eigenen Angaben weltweit führend im Bereich Mechatroniklösungen - hat am Donnerstagnachmittag den Erwerb einer 70-prozentigen Beteiligung an der Wittich-Fertigungstechnik (WFT) GmbH & Co. KG bekanntgegeben.

WFT produziert mit rund 85 Mitarbeitern im Sulzbach-Rosenberger Industriegebiet Unterschwaig Sondermaschinen und mobile Plattformen: Diese werden etwa in der Produktion von Windrädern oder Pkw eingesetzt. Dort bewegen die WFT-Fahrzeuge zum Beispiel Windkraftgondeln mit bis zu 450 Tonnen von Arbeitsschritt zu Arbeitsschritt oder ersetzen die Fließbänder in der Autofertigung. "Die Akquisition steht im Einklang mit der erfolgreichen Wachstumsstrategie von Stäubli und ermöglicht es, innovative Partnerschaften in neuen komplementären Bereichen wie fahrerlose Transport-Systeme oder Automatisierungs-Erweiterung einzugehen", heißt es in einer Pressemitteilung von Stäubli, dessen deutsche Holding in Bayreuth sitzt. Der Erwerb der Beteiligung an WFT eröffne "hervorragende Möglichkeiten zur Ergänzung der umfassenden Produktpalette". Sämtliche Mitarbeiter würden in die Robotics-Division von Stäubli integriert. Die Firma trete künftig unter dem Namen Stäubli WFT GmbH auf. "Stäubli und WFT sind sich einig, dass wir unseren Kunden Hightech- Automatisierungslösungen von höchster Qualität anbieten möchten, indem wir uns ganz auf sie und ihre spezifischen Bedürfnisse konzentrieren. Unsere Kunden werden von diesem Schritt profitieren, da sich unsere Produkte ergänzen", wird Stäubli-Chef Rolf Strebel in der Mitteilung zitiert. Ähnlich äußert sich Gerald Vogt: "In Bezug auf Produktivität, Hochgeschwindigkeit, Widerstandsfähigkeit und Flexibilität bietet Stäubli Robotics eindeutige technische Vorteile." Auch WFT-Gründer Franz Wittich gibt ein Statement ab. "Wir freuen uns darauf, ein Teil von Stäubli zu werden. Zusammen werden wir unsere hochwertigen Produkte weiterentwickeln und fortschrittliche technische Lösungen anbieten."

Wittich, war bisher als Managing Director tätig war und behält diese Funktion auch in der neuen Stäubli-Einheit in Sulzbach-Rosenberg. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es.

Franz Wittich.

Das WFT-Firmengebäude in Sulzbach-Rosenberg.

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