23.09.2018 - 16:57 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Yellow Submarine strandet

Taucher auf dem Luitpoldplatz? Und noch dazu ein gelbes U-Boot wie im Beatles-Song "Yellow Submarine"? Der Tag der Vereine beim Besenfest macht das scheinbar Unmögliche möglich. Da, wo freitags Obst und Gemüse verkauft werden, zeigt das Rote Kreuz die ganze, kaum zu überblickende Breite seiner Aktivitäten.

Vor allem die Kinder staunen, als ihnen der Taucher des Bayerischen Roten Kreuzes beim Tag der Vereine am Luitpoldplatz zuwinkt.
von Autor COGProfil

Jeder kennt das Rote Kreuz, aber fast niemand weiß, was es alles macht. Wie es Dieter Hauenstein, der Kreisbereitschaftsleiter, formuliert: "Wir fangen bei den Kleinsten an und decken alles ab, bis zu den Senioren." Das Angebot auf dem Luitpoldplatz reichte deshalb von den Kindertagesstätten über das Jugendrotkreuz und den Sozialen Dienst bis hin zum Seniorentreff, der Vorträge, Tanznachmittag und Ausflüge für Ältere organisiert.

Die Aktiven der Rettungsdienste, der Schnell-Einsatz-Gruppe und des Betreuungsdienstes stellten den vielen Besuchern ihre Arbeit vor. Die Bergwacht war mit einem Kletterturm vertreten. Die Rettungshundestaffel, die darauf spezialisiert ist, vermisste Menschen zu finden, führte Übungen aus der Hundeausbildung vor.

Das Team von Notfallseelsorge und Krisenintervention berichtete, dass sich die Ehrenamtlichen dieser Abteilung nach Unglücksfällen wie schweren Verkehrsunfällen um Angehörige der Opfer und Zeugen kümmern. "Die familiären Netzwerke sind dünner geworden", sagte eine der Aktiven, deshalb sei die Arbeit so wichtig. Die 15 Rotkreuzler haben pro Jahr rund 80 Einsätze.

Dicht umdrängt war der knallgelbe Tauchcontainer, mit dem sich die Rettungstaucher der Wasserwacht präsentierten. Zwei von 25 Tauchern im Landkreis verbrachten den Vormittag abwechselnd im kalten Wasser und winkten den Kindern durch die Bullaugen zu. Bei Einsätzen in Seen und Flüssen geht es darum, Menschen oder Sachen zu bergen. Dabei kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Deshalb müssen die Taucher regelmäßig trainieren. Jede Woche gehen sie ins Wasser, um nicht aus der Übung zu kommen. Beim Umgang mit der 25 kg schweren Ausrüstung zum Beispiel muss jeder Handgriff sitzen, um im Notfall keine Zeit zu verlieren. "Tauchen macht Spaß!", erklärte Justin Meiler sein Engagement und machte damit anderen Wasserfreunden Lust, ebenfalls zu den Rettungstauchern zu kommen.

War der Luitpoldplatz fest in der Hand des Roten Kreuzes, konnten die Besucher auf der Rosenberger Straße viele andere Vereine und Organisationen kennenlernen. Der Tierschutzverein Amberg präsentierte sich. Die Freiwillige Feuerwehr war mit der Jugendfeuerwehr vor Ort, FDP und Grüne luden die Bürger zu politischen Diskussionen ein. Abgerundet wurde das Programm von den Cheerleadern, die mit akrobatischen Tänzen für Stimmung sorgten.

Jeder kann am Kletterturm ausprobieren, ob ein Engagement bei der Bergwacht das richtige wäre.
Im gelben U-Boot zeigen die Rettungstaucher dem Publikum ihre Arbeit.
Die Jugendfeuerwehr informierte über Brandschutz.
Technikfans kamen auf ihre Kosten, als sie die unterschiedlichen Fahrzeuge des Roten Kreuzes anschauten.
Fast wie Yellow Submarine.

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