24.02.2020 - 11:20 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Zeichen gegen Hass und Rassismus

Ein klares Zeichen gegen Hass und Menschenverachtung setzten am Samstag etwa 100 Demonstranten vor dem Rathaus am Luitpoldplatz. Angesichts der rechtsextremen Bluttat in Hanau rief der Verein für Politik und Kunst zur Demo auf.

An die schrecklichen Ereignisse von Hanau erinnerte der Verein Punk e.V. bei einer Kundgebung vor dem Rathaus. Die Verlesung ihrer Namen rückte die Opfer in den Mittelpunkt.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Wie Christoph Orendi (PunK) informierte, seien bei einem rechtsterroristischen Anschlag in der Nacht vom 19. auf 20. Februar zehn Menschen ermordet worden. Zunächst verlas Agnetha Gunesch die Namen der Opfer, es folgte eine Schweigeminute. Hans Lauterbach von "Sulzbach-Rosenberg hilft" sowie Verdi-Bezirksvorsitzender Stefan Dietl betonten, dass das Massaker in Hanau nichts sei, was man nicht hätte erwarten können. Es sei kein Weckruf. Davon habe es schon zu viele gegeben: die Morde des NSU, der Anschlag in Halle auf eine Synagoge im Oktober letzten Jahres, der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke, oder die Schüsse auf das Wahlkreisbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby. Neben aller Fassungslosigkeit forderten die Redner die Politik auf, endlich mit dem Gerede von Einzeltätern, angeblichen Wahnvorstellungen der Täter und der Verharmlosung rechter Gewalt aufzuhören.

Mit Bannern verurteilten die Veranstalter den Rechtsterror.

"Die Ideologie und die extrem rechten Netzwerke hinter der grausamen Tat müssen recherchiert und geächtet werden. Das Motiv hinter der Tat heißt Rassismus und Nationalismus", so die Redner vor den Versammelten der Kundgebung, darunter auch Vertreter der Gewerkschaften, demokratischer Parteien und der Plattform gegen Rassismus und Menschenverachtung.

Verdi-Bezirksvorsitzender Stefan Dietl.
Die Verurteilung der Mordtaten in Hanau führte etwa 100 Demonstranten vors Rathaus.
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