20.09.2020 - 19:59 Uhr
TännesbergOberpfalz

Abschied von Erich Spickenreither

Bereits am 1. Mai verstarb Erich Spickenreither nach schwerer Krankheit kurz vor seinem 82. Geburtstag. Der aufgrund der damaligen Beschränkungen verschobene Trauergottesdienst wurde nun nachgeholt.

Mit einem Trauergottesdienst nimmt Tännesberg am Sonntag Abschied von Erich Spickenreither.
von Rebekka FischerProfil

Pfarrer Wilhelm Bauer und Diakon Norbert Hammerl zelebrierten am Sonntag in der Tännesberger Pfarrkirche den Gottesdienst, die Kolpingsfamilie und die Marianische Männerkongregation kamen mit Fahnenabordnungen.

Erich Spickenreither wurde am 14. Mai 1938 als Sohn der Gastwirts- und Metzgerfamilie Spickenreither in Tännesberg geboren. Er wuchs mit seinem Bruder Richard auf und lernte früh, in der Landwirtschaft und im elterlichen Betrieb mit anzupacken. Pfarrer Reichl ebnete ihm den Weg zum Gymnasium in Regensburg und Amberg, wo er 1959 sein Abitur machte.

Lieber Lehrer als Pfarrer

Eigentlich hätte er Pfarrer werden sollen, dann jedoch entschied er sich für die Tätigkeit als Lehrer und ließ sich an der pädagogischen Hochschule Regensburg ausbilden. Ersten Anstellungen in Stadlern und Miesbrunn folgte der Wechsel an die Schule in seinem Heimatort, 1974 wurde er Schuljugendberater und Konrektor, von 1990 bis zu seiner Pensionierung 2002 Rektor.

1973 heiratete Erich Spickenreither seine Christine, Tochter Monika machte die Familie komplett. 2002 hatte er einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, seine Frau erlag im Alter von 52 Jahren ihrer Krebserkrankung. Die größte Freude war zuletzt sein Enkel Benjamin, der begeisterte Opa fuhr jeden Donnerstag mit einem Emmerbrot zu ihm nach Haselbach.

Über Jahrzehnte war Erich Spickenreither Berichterstatter für die Oberpfalz-Medien und verfasste zudem Berichte für die "Arnika" sowie "die Heimatzeitung". "Er war bei allen Vereinen außer beim Frauenbund", sagte Pfarrer Wilhelm Bauer und dankte dem Verstorbenen für seine Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat, Kolping und der Marianischen Männerkongregation.

Marktrat und Seniorenbeauftragter

Spickenreither war Mitglied im Marktrat (1972 bis 2008) und zweiter Bürgermeister (1984 bis 1990). Für die große Energie, die er in das Ehrenamt des Seniorenbeauftragten steckte, dankte Bürgermeister Ludwig Gürtler. Schulrätin Margit Walter würdigte die 33 Jahre, in denen der "Schulleiter mit einer intensiven Präsenz" unzählige Schüler auf das Leben vorbereitet habe.

Alfred Eckl dankte dem "Dreschn Erich" im Namen des TSV. Das Mitglied seit 1954 war als Spieler, Trainer und über 40 Jahre als Schriftführer aktiv. Zum 60. Geburtstag wurde er Ehrenmitglied.

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