Mit fast 100 Jahren ist Jetzt Babette Haberl, die älteste Bürgerin von Tännesberg, gestorben. „Betty ist bei Gott angekommen und wir sind auf dem Weg dorthin. Sie hat den Krieg miterlebt, Aufbauarbeit geleistet und sich nicht unterkriegen lassen“ gab Pfarrer Ronald Liesaus den Angehörigen tröstend mit auf den Weg.
Babette Haberl wurde am 28. Juli 1926 als siebtes Kind der Eheleute Josef und Anna Maria Haberl in Tännesberg geboren und wuchs dort mit ihren acht Geschwistern auf. Nach dem Besuch der Volks- und Fortbildungsschule in Tännesberg arbeitete sie in der kleinen Landwirtschaft ihrer Eltern, da drei Brüder in den Krieg mussten. Zwei von ihnen kamen nicht mehr heim und der dritte verstarb kurz vor Kriegsende an seinen Verletzungen.
Das Schwesterngrab gepflegt
Ihr erstes Geld verdiente sie stundenweise als Bedienung im Café Schlößl und fand später für längere Zeit Arbeit bei der Näherei Maier in Trausnitz. Danach arbeitete sie bis zum Eintritt ins Rentenalter bei der Firma Müller in Oberviechtach.
Beim Frauenbund war sie stets engagiert und half bei den anstehenden Aktionen mit. Besonders am Herzen lag ihr das sogenannt Schwesterngrab im Friedhof Tännesberg, das sie jahrelang liebevoll pflegte. Auch Blumen auf den Gemeindeflächen wurden von ihr gepflanzt und gepflegt. Als „Omaersatz“ hatten die Kinder von Nichten und Neffen mit ihr großen Spaß.













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