02.07.2019 - 09:20 Uhr
TännesbergOberpfalz

Biologische Vielfalt in Wald, Feld und Flur

40 Teilnehmer aus zehn Projektgemeinden aus den verschiedensten Ecken Bayerns schauten sich beim Modellprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt" in Tännesberg um.

Ein Steingarten wie der von Werner Sollfrank und seiner Frau Christine am Fuße des Schlossbergs ist ein wichtiger Teil der Biodiversität. Die Teilnehmer aus den zehn Projektgemeinden konnten sich bei ihrer Exkursion hier überzeugen.
von Erich SpickenreitherProfil

Für ihre Arbeit vor Ort konnten sie viele praktische Anregungen mitnehmen. Acht Monate nach ihrer Auswahl ist in diesen Kommunen die Erarbeitung gemeindespezifischer Biodiversistäts-Strategien in vollem Gange. Bereits erste Maßnahmen sind dort geplant. Die Exkursion in Tännesberg, sich hier mit Beispielen aus der Praxis zu befassen, war der richtige Zeitpunkt. Florian Lang vom Projektmanagement "Marktplatz der biologischen Vielfalt" hatte dafür ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Schwerpunkte waren Schaffung und Pflege von vielfältigen, artenreichen Lebensräumen, wegbegleitende Säume als wichtige Achsen im Biotopverbund, extensives innerörtliches Grünflächen-Management sowie der Erhalt alter Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen. Sehr informativ war eine Führung mit Toni Wolf, dem Initiator der Biodiversitätsbemühungen in Tännesberg, durch das Gemeindegebiet mit seinen vielfältigen Lebensräumen. Bürgermeister, Kommunalratsmitglieder, Verwaltungs- und Bauhofmitarbeiter, Behörden- und Verbandsvertreter, Landwirte und interessierte Bürger waren davon sehr begeistert und stellten an Wolf immer wieder Fragen zur praktischen Entscheidung. Am Einsatz für den Erhalt und der Förderung der Arten- und Lebensraumvielfalt gab es bei allen Teilnehmern keinen Zweifel. Für sie erfordert ein nachhaltiges Vorgehen eine Kombination aus langfristigen Konzepten und ein engagiertes Handeln. Diesen Weg fördert das Modellprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt".

Für Bürgermeister Max Völkl von der Bayerischen Modellgemeinde "Natur.Vielfalt. Tännesberg" stehen beim Schutz der Biodiversität die Kommunen in einer besonderen Verantwortung. Das Thema sei in der Bevölkerung angekommen, weshalb die Chancen gut sind, mit unseren Bürgern hier etwas zu erreichen. "Mit Trägern, Unterstützern und Förderern konnten wir bisher schon Vieles umsetzen", bedankte sich Bürgermeister Völkl bei ihnen. Auch das Projekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt" kann sich einer vielfältigen Unterstützung bei seiner Arbeit erfreuen.

Diese Exkursion in Tännesberg war ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Ziel. Für Oktober ist bereits das zweite Forum der zehn Projektgemeinden geplant. Die ganztägige Veranstaltung steht dann ganz im Zeichen des Austausches über den Stand und die Ziele in den einzelnen Kommunen, über ihre bisherigen Erfahrungen beim Schutz und der Förderung der Biodiversität sowie über gemeinsame Initiativen der Projektgemeinschaft.

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