04.12.2019 - 16:34 Uhr
TännesbergOberpfalz

Gemeinderat: Haus der Biodiversität noch zu teuer

Der Gemeinderat Tännesberg verpflichtet sich gemäß dem Förderprogramm "Innen statt Außen", künftig sein Augenmerk auf die Entwicklung des Ortskerns zu richten. Das habe Vorrang vor anderen Maßnahmen.

von Gabi EichlProfil

Die einzige Gegenstimme im Gemeinderat kam von Wolfgang Nicklas (FWG). Er sagte, er wolle schriftlich vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) haben, was genau die Gemeinde im Rahmen des Programms "Innen statt Außen" noch dürfe.

Er fürchte, dass die Gemeinde sich in ihrer Entwicklung beschneide und keine Baugebiete mehr ausweisen könne. Der Geschäftsstellenleiter der Gemeinde, Lothar Kipp, versuchte zu beruhigen. Die Gemeinde könne auch in Zukunft noch Baugebiete in einem angemessenen Rahmen ausweisen. Das sei sichergestellt. Auslöser für die Auseinandersetzung war der Sachstandsbericht des Architekten Christian Schönberger zu den aktuellen Planungen für das "Haus der Biodiversität" im Anwesen Marktplatz 5.

Pläne für Haus der Biodiversität

Schönberger stellte dem Gemeinderat zwei Varianten vor: Eine große und eine kleinere, wobei Letztere in etwa derjenigen entspricht, über die bisher schon diskutiert worden ist. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Schönbergers Varianten bestehen in der Nutzung des Kellers, in der Beheizung des Ganges zwischen den beiden Gebäuden und in dem Einbau eines abgeschlossenen ersten Stockwerkss in dem Stadl-Neubau anstelle einer Galerie.

Schönberger betonte mehrmals, dass man in einem sehr flexiblen Planungsstadium sei; grundsätzlich seien die Möglichkeiten bei der teureren Variante größer. Beheizt würden beide Varianten nach den Schönberger-Plänen über eine Wärmepumpe. Der historische Eingang bliebe in beiden Fällen erhalten.

Verschiedene Gemeinderäte brachten zum Ausdruck, dass die große Variante sehr ansprechend, aber mit knapp 3,2 Millionen Euro zu teuer sei. So äußerte sich auch Bürgermeister Max Völkl, der als Leitlinie ausgibt: "Das muss billiger werden."

Entscheidung vertagt

Wolfgang Nicklas äußerte mehrere Einwände. Zum einen fühle er sich überrumpelt, denn die an diesem Abend vorgestellten Varianten enthielten allerlei Details, die ihm unbekannt seien. Zudem betonte er, dass in der Sitzung sicher keine Entscheidung über eine der Varianten fallen werde.

Schönberger habe alle Vorschläge des Kreativ-Kreises in seine Planung mit einfließen lassen. Was tatsächlich umgesetzt werde, sei allerdings erst noch zu diskutieren.

Heizkonzept für die gesamte Straße gefordert

Nicklas zeigte sich nicht überzeugt. Im Kreativ-Kreis seien keine architektonischen Details besprochen worden. Zwischen dem bisherigen Kenntnisstand und der in der Sitzung vorgestellten Planung bestehe ein "riesen Unterschied". Zudem bemängelte er, dass es weder eine Tagesordnung noch ein Protokoll gegeben habe.

Nicklas regte ein Heizkonzept für die Straße an. Eine solche Gelegenheit komme nie wieder. Völkl antwortete, ein solches Konzept habe man bereits im Blick.

Sein Einvernehmen erteilte Gemeinderat folgenden Anträgen: Errichtung eines Anbaus an einen Rinderstall in der Gemarkung Großenschwand. Ein Großenschwander Anwesen erhält eine zusätzliche Hausnummer für den Anbau.

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