06.11.2018 - 13:39 Uhr
TännesbergOberpfalz

Holprige Diskussion im Gemeinderat Tännesberg

Die neu gebaute „Uchastraße“ von Kleinschwand zur Uchamühle hat „Hugln“. Das monieren viele Bürger laut Diskussion im Marktgemeinderat. Das Ingenierbüro hat eine Erklärung, die Marktrat Hans Eckl nicht nachvollziehen kann.

von Ernst FrischholzProfil

Am Ende der Marktratssitzung spricht Eckl die Uchastraße an, die nach der Asphaltierung Hugln in der Mitte aufweist. Freie Wähler Kollegin Stefanie Heuberger bestätigt, dass sie hierzu schon von vielen Bürgern angesprochen worden ist. Bürgermeister Max Völkl erklärte, dass es sich hierbei nach Aussage des Ingenieurbüros Bamler um „Neigungswechsel“ handle. Dies wollte der gelernte Straßenbauer und Fachmann Eckl so nicht hinnehmen. So würde man keine Straße bauen. Das Gremium entschloss sich zu einem Ortstermin. Informationen zum Projekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ gab Projektleiter Florian Lang. Im Juli wurde die Ausschreibung zur Teilnahme gestartet, auf die sich 36 Gemeinden aus Bayern beworben haben. Vor zwei Wochen sind dann zehn Gemeinden ausgewählt worden. Aus der Oberpfalz sind Brennberg (Landkreis Regensburg) und Ursensollen (Landkreis Amberg-Sulzbach) dabei.

Am 30. November ist das erste Forum der Modellgemeinden in Tännesberg. Das Jahr 2019 wird im Zeichen der Beratungen und Strategien stehen. Einstimmig beschloss das Gremium auch am Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ teilzunehmen. Der Wettbewerb soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Er läuft unter Federführung des Landratsamtes Neustadt/WN.

Bei der rückwirkenden Festsetzung von Beiträgen und Gebühren für Wasser und Abwasser gibt es Entwarnung. Erst ab Januar 2019 kommen neue Beiträge und Gebühren. Die Kalkulation ist nach den Worten des Bürgermeisters an das Büro Radlbeck in Straubing vergeben. Dieses schafft es aber nicht mehr im Dezember. Die Räte beschlossen auf die neuen Zahlen des Büros Anfang des Jahres zu warten und diese rückwirkend zum 1. Januar 2019 zu übernehmen. Das Gremium stimmte wie gehabt für die Sanierung der Wirtschaftswege bei Weinrieth, Kaufnitz und Großenschwand.

Vom Amselsteig führt ein Weg zum Geologischen Lehrpfad. In einem Antrag fordert eine Tännesbergerin, die Gemeinde solle hier reagieren solle, weil Fußgänger vom oder zum Lehrpfad durch Fahrzeuge wie Traktoren oder Quads gefährdet werden. Da hätten sich Fußgänger schon in die Büsche retten müssen, um einer Gefahr zu entkommen. Bürgermeister Völkl erläuterte, dass es sich hier um keinen von der Gemeinde ausgewiesenen Weg handelt. Vielmehr ist es eine Rückegasse des Forsts, die "halt begangen und befahren wird". Wer den Wald hier bewirtschaftet, müsse ihn auch befahren können. "Wir haben keinen Grund zur Widmung als öffentlicher Weg", sagte der Bürgermeister. Er schlug vor, den Weg beim Amselsteig mit einem Schild als „Fußweg“ auszuweisen. Dem stimmten die Räte zu. Kämmerin Sabrina Schaffner gab Informationen zur Jahresrechnung 2017. Bekanntlich gab es 2017 keinen Haushalt. Darum seien dies die verlässlichsten Zahlen. Es erfolgte eine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt in Höhe von 888.000 Euro. Davon wurden dann 417.000 Euro Rücklagen gebildet. Der Stand der Rücklagen betrage somit 1,5 Millionen Euro. "Tännesberg ist schuldenfrei", bestätigt die Kämmerin. Genehmigt und festgestellt wurden nach der örtlichen Prüfung die Jahresrechnungen für die Jahre 2014, 2015 und 2016. Damit ist die Gemeinde bei den Finanzen wieder auf dem aktuellen Stand, da es für 2018 ja einen genehmigten Haushalt gibt. Bürgermeister Völkl informierte noch, dass am Montag, 26. November, beim Binnerschreiner eine Aufklärungsversammlung für die Bürger zur Dorferneuerung stattfindet.

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