03.04.2019 - 10:36 Uhr
TännesbergOberpfalz

Kindergarten-Konzept steht auf Ständern

Der Kindergarten „St. Martin“ platzt aus allen Nähten. Architekt Christian Schönberger informiert die Markträte über eine mögliche Erweiterung. Sein Konzept beinhaltet auch eine Lösung auf Ständern.

Der Kindergarten wird umgebaut. Der Anbau schließt sich links entlang bis hin zum Hang und an der Rückseite des Gebäudes an.
von Ernst FrischholzProfil

Bürgermeister Max Völkl informierte Markträte und Zuhörer zu Beginn der Sitzung über die Kosten des geplanten Baus: Die Katholische Kirchenstiftung ist Träger des Kindergartens, die Gemeinde jedoch Sachaufwandsträger. Tännesberg muss bei der Erweiterung 80 Prozent der Baukosten und beim Betrieb 80 Prozent der nicht gedeckten Kosten tragen.

Architekt Christian Schönberger stellte Gremium und Zuhörern das Projekt vor. Mit der Erweiterung will er Platz für eine dritte Gruppe schaffen. Das Bedarfsprogramm sieht dafür 426 Quadratmeter vor. "Uns fehlen also 170 Quadratmeter, die wir nun neu erstellen werden", kündigte Schönberger an. Dafür wird der bestehende Bau umgestaltet und erweitert. Die Erweiterung erstreckt sich zum Hang Richtung Pfarrhof und in der Hauptsache dann seitlich.

Der Anbau werde nur ein Erdgeschoss haben und zum Garten hin auf Ständern stehen. So entstünde zugleich eine Überdachung. Der Eingang zum Kindergarten führt dann oben durch einen Innenhof. Von Alt- zu Neubau wird ein Durchgang errichtet. Der Neubau ist in Holzbauweise geplant.

Der Anbau beinhaltet auch einen Speisesaal für die Mittagsbetreuung. Schönberger zeigte dem Gremium an der Leinwand eine ganze Reihe Zeichnungen, wie sich die Kinder den Bau vorstellen. Deutlich wurde, dass auf jeden Fall eine Rutsche drin sein muss, ein Schlittenhang wäre gewünscht und ein Kind malte sogar ein Schwimmbad.

Der Umbau des Bestands kostet schätzungsweise 937 000 Euro, die Erweiterung 820 000 Euro, sonstige Kosten betragen 121 000 Euro. Insgesamt ergeben sich Baukosten von 1,878 Millionen Euro. Der Anteil der Kirche beträgt rund 300 000 Euro. Damit muss die Marktgemeinde noch rund 1,578 Millionen Euro als Grundlage für den Förderantrag schultern.

Hieraus werden die förderfähigen Kosten von der Regierung festgestellt. Die Förderung liegt bei etwa 80 Prozent. Nach Schönbergers Schätzung dürfte bei der Gemeinde dann ein Kostenanteil von 433 000 Euro verbleiben.

Im Mai soll über den Bauantrag abgestimmt werden und das gesamte Vorhaben geht an die Bischöfliche Finanzkammer in Regensburg. Schönberger hofft, dass im Frühjahr 2020 losgebaut werden kann. Thomas Bäuml wollte wissen, ob die wohl länger dauernde Prüf- und Genehmigungsphase bei der Finanzkammer beschleunigt werden könne.

Hierzu stellte Schönberger fest, dass der Gemeinderat mit der Genehmigung der Planung alles in seiner Macht Stehende getan hat. Eine weitere Einflussnahme ist nicht möglich. Der Marktgemeinderat entschied sich einstimmig für die von Schönberger vorgestellte Variante.

Aus dem Marktrat:

Der Verein „Jugendkultur Tännesberg“ will beim Sportgelände einen „Aufenthaltsraum mit Sanitäranlagen in Containerbauweise“ errichten und hat dazu einen Bauantrag gestellt. Die Räte gaben ihren Segen. Auch gegen den Bau eines Einfamilienhauses im Lindenweg und gegen Dachgauben am bestehenden Wohnhaus in Großenschwand hatten die Gemeindevertreter nichts.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnung 2017 geprüft. Vorsitzender Josef Hammerl führte in seinem Bericht darüber an, dass keinerlei Beanstandungen festgestellt wurden. Somit wurde die Jahresrechnung 2017 festgestellt und die Entlastung beschlossen.

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