05.12.2018 - 15:47 Uhr
TännesbergOberpfalz

Lebhafte Diskussion über Scheune

Wolfgang Nicklas hätte sich im Gemeinderat als persönlich Betroffener gerne zur Scheune am Eingang zum geologischen Lehrpfad geäußert. Das Landratsamt hält die Bebauung für unrechtmäßig. Die Mehrheit der Räte verweigert ihm das Wort.

von Ernst FrischholzProfil

Beim Sitzungspunkt „Unrechtmäßige Bebauung auf der Flurnummer 851" wurde es lebhaft. Bürgermeister Max Völkl legte ein Schreiben des Landratsamtes Neustadt/WN vor, wonach auf besagter Flurnummer eine unrechtmäßige Bebauung ist. Am Eingang zum geologischen Lehrpfad sei eine Feldscheune, erläutert der Bürgermeister. Die Gemeinde ist der Grundeigner. Es liegt kein Pachtvertrag und auch kein Bauplan vor. Diesen Zustand müsse man beseitigen. Entweder der Bebauer reicht einen Bauplan und Pachtvertrag ein, oder er beseitigt die Scheune. Völkl ergänzt, dass auch keine Pacht bezahlt wird. Stefanie Kuchlbauer war berichtet worden, dass sich in der Scheune auch Tanks befinden. Um was es sich handle, wisse man nicht. "Wir müssen halt nun diesen Zustand legalisieren", schlug Kuchlbauer vor. Hans Eckl merkte an, dass dies nicht der einzige Fall sei, wo Gemeindegrund überbaut worden ist. Wolfgang Nicklas war nach der Gemeindeordnung von der Beratung und Abstimmung als persönlich betroffen ausgeschlossen. Sein Antrag, sich hier äußern zu dürfen, wurde vom Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt, Nicklas verteilte eine schriftliche Stellungnahme. Einstimmig wurde der Vorschlag von Bürgermeister Völkl angenommen, dem Erbauer der Scheune einen Pachtvertrag anzubieten.

Sven Schuller vom Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden sprach vor dem Marktgemeinderat. Die Teilnahme am Kommunalen Energieeffizienznetzwerk soll Möglichkeiten der Energieeinsparung aufzeigen. Angestoßen wurde sie von der ZENO, zu der der Markt gehört. Tännesberg hat bisher auch schon am Energienutzungsplan der Kommunen teilgenommen. Es handelt sich beim Netzwerk um ein Projekt des Bundes. Die Umrüstung der Schulheizung oder im Rathaus der Elektroheizung auf einen effizienteren Energieträger ist sinnvoll. Die Photovoltaikanlage auf dem Bauhof oder auch die Ortsbeleuchtung kann mit einbezogen werden. Die OTH soll Schwachstellen feststellen und Projekte umsetzen.

Das Programm läuft drei Jahre lang. Währenddessen gibt es jährlich vier moderierte Netzwerktreffen. Dann gibt es noch die energietechnische Beratung. Im ersten Jahr beträgt die Förderung 70 Prozent in den zwei Folgejahren 50 Prozent. Dies bedeutet Kosten von 750 Euro im ersten und dann 1200 Euro in Jahr zwei und drei. Für die energietechnische Beratung fallen im ersten Jahr 240 Euro pro Tag und dann jeweils 400 Euro an. Auf Vorschlag von Bürgermeister Völkl entschieden sich die Räte einstimmig für die Teilnahme. Das gemeindliche Einvernehmen erteilten sie außerdem dem Bauantrag auf Neubau einer Terrasse auf die bestehende Garage in der Bürgermeister-Wittmann-Straße.

Der Gemeindechef informierte, dass das Tempomessgerät an der Schule noch bleibt. Generell soll an Schulen „Tempo 30“ kommen, so die Mitteilung der Kreisbehörde. Die Durchfahrt unter der Brücke „Bundesstraße 22 bei Großenschwand“ hat nicht die Standardhöhe, sondern nur 3,30 Meter. Dies wurde bei einem Ortstermin festgestellt. Nun müsse eine Masse Schilder hier angebracht werden, meinte der Bürgermeister.

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