07.11.2019 - 10:10 Uhr
TännesbergOberpfalz

Licht aus?

Ein Storchennest auf die Tännesberger Pfarrkirche. Gar nicht so einfach. Vieles gibt es zu berücksichtigen.

Symbolbild
von Ernst FrischholzProfil

In der Sitzung des Marktrats (wir berichteten) informierte der Projektleiter Biodiversität Florian Lang über die Errichtung eines Storchennestes, die Lichtverschmutzung und die Neuordnung der Verpachtung gemeindeeigener Flächen. Zum Storchennest führte Bürgermeister Max Völkl aus, dass man hierfür schon einmal 2015 geplant hatte. Ein solches aber von der Unteren Naturschutzbehörde wegen der Hochspannungsleitung nicht als optimal eingestuft wurde. Lang griff nun das Storchennest nochmals auf, da von der Regierung der Oberpfalz und Storchenexperten die Hochspannungsleitung als nicht problematisch eingestuft wird, da die Flugschneise des Storches weit über dieser liegen würde. Von der Kirchenverwaltung gebe es nach Langs Worten Zustimmung. Das Nest würde auf dem Dach mittels Ständer errichtet. Dafür braucht es sogar eine Statik. Insgesamt werden von der Regierung bis zu 70 Prozent Förderung in Aussicht gestellt. Projektabschluss wäre Mitte 2020. Dann muss sich zeigen, ob sich ein Storch für das Nest interessiert. Die Markträte sprachen sich dafür aus, dass Lang entsprechend tätig werde.

Das weitere Thema, die Kirchenbeleuchtung, spielt ebenfalls mit auf den Storch an. Denn diese könnte den Storch beeinträchtigen. Auch der Mensch mag es nicht, wenn ihm die ganze Nacht ins Schlafzimmer hineingeleuchtet wird. Es wäre also mehr als überlegenswert, diese abzuschalten. Dies auch im Rahmen des Schutzes von Vögeln und Insekten. Insgesamt geht es um die Überprüfung der Notwendigkeit von Lichtquellen und deren Leuchtstärke. Diese Problematik wird laut Lang ein Thema der Dorferneuerung werden.

Bezüglich der Neuordnung der Pachtverträge für gemeindeeigene Flächen sprach sich Lang für eine notwendige Anpassung der Verträge aus. Eines der Ziele, die darin festgeschrieben werden sollen, ist die extensive Bewirtschaftung der kommunalen Pachtflächen. Die Frage sei, ob man mit einem neuen Vertragsmuster an den Start gehen solle. In noch laufende Verträge soll dabei nicht eingegriffen werden, war die Meinung im Gremium. Lediglich wohl dann, wenn es um Verlängerungen geht. Dies sei "in unserem Sinne", resümierte Bürgermeister Max Völkl. Darum sprach sich der Marktrat dafür aus, die Verwaltung zu beauftragen, die Pachtverträge neu zu ordnen.

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